Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte. Die volkskundliche Sammlung im Schaudepot St. Katharinental.

Schloss

Der Thurgauer Ballenberg in St. Katharinental
Der Thurgau ist ein Bauernkanton, könnte man meinen. Das Schaudepot St. Katharinental mit der volkskundlichen Sammlung des Historischen Museums Thurgau beweist das Gegenteil und zeigt, wie Industrie-, Alltags- und Agrarkultur zusammenspielen. Am Museumshäppli vom Donnerstag, 30. September 2021 beleuchtet Volkskundler und Kurator Peter Bretscher Entstehung und Bedeutung dieser schweizweit einzigartigen Sammlung.

Ausgefallene Arbeitsgeräte, Saftpressen, Mausefallen, Gärbottiche, Radhauben, ein Setzfadenbrett, frühe Konserven, ein Gebärstuhl, Spucknäpfe, christliche Haussegen, populäre Lesestoffe, Kinderspiele oder eine hochherrschaftliche Kalesche – die aussergewöhnliche Sammlung zum ländlich-bäuerlichen Leben im Thurgau umfasst rund 12 000 Objekte. Nach vielen Umwegen wurde 1997 mit dem ehemaligen Kornhaus des Klosters St. Katharinental ein Ort gefunden, wo diese enorme Objektvielfalt seither dem Publikum als Schaudepot zugänglich ist. Auf über 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche entsteht durch die Unikate ein schweizweit einzigartiges Universum, das für Gross und Klein eine lebensnahe Erfahrung der eigenen Vergangenheit und Geschichte ermöglicht. Jeder letzte Zentimeter ist hier genutzt, damit Besucherinnen und Besucher einen lustvollen und authentischen Einblick in die Welt unserer Vorfahren erhalten.

Jagd nach Museumsstücken
Peter Bretscher, Kurator erster Stunde, berichtet am Kurzvortrag über Mittag von abenteuerlichen Bergungen alter Hauseinrichtungen und der Rettung ausrangierter Arbeitsgeräte – Grundstein der heutigen Sammlung, die ihresgleichen sucht. Er erläutert verschiedene Strategiewechsel vom einst geplanten «Bauernmuseum» in der Komturei Tobel über ein Kompetenzzentrum für ländliche Sachkultur hin zum heutigen kulturtouristischen Ausflugsziel für Gruppen und Schulen, die sich für das Leben und Arbeiten in der Ostschweiz vor 100 Jahren interessieren.

Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld.
Der Eintritt ist frei, die Anmeldung erfolgt online über die Museumswebsite www.historisches-museum.tg.ch.
Personen ab 16 Jahren werden gebeten, das COVID-Zertfikat sowie einen amtlichen Ausweis vorzulegen.

 

 

Daten und Zeiten

30.09.2021
12:30 - bis 13:00 Uhr

 

Weitere Informationen

Website