Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Kriminalkomödie: Acht Frauen

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Aufgrund der Corona-Krise haben wir mit der Gastspieltruppe Theaterlust einen Ersatztermin für unser letztes Stück der Saison gefunden. Das Stück "Acht Frauen" findet nicht wie geplant am Donnerstag 7. Mai 2020, sondern erst am Dienstag 20. Oktober 2020 statt. Ihr Abonnement bzw. Ihre Einzelkarte bleibt gültig und hält Ihnen den Platz für das neue Datum frei.

Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und alles Gute.

Herzliche Grüsse

Theaterverein Frauenfeld

Kriminalkomödie von Robert Thomas (Theaterlust, Regie: Thomas Luft)

Eine abgelegene Villa, ein verschneiter französischer Ort. Weihnacht. Eine wohlhabende Familie kommt zusammen, um das Fest zu feiern. Sieben Frauen, die achte erscheint unerwartet, nachdem der Hausherr tot aufgefunden wird. Grausam ermordet, ein Messer steckt in seinem Rücken. Tot sind auch Telefon, Autos. Der Schnee liegt meterhoch, man ist von der Aussenwelt abgeschnitten. Eine fatale Situation. Panik kommt auf. Ist der Mörder vielleicht noch im Haus? Dazu Misstrauen, Verdächtigungen. Denn eines wird schnell klar: In diesem Fall muss der Mörder eine Mörderin sein! Keine der Damen hat ein Alibi, alle haben ein Motiv, jede ein Geheimnis, jede verstrickt sich im Lauf der aberwitzigen Geschichte mehr und mehr in einem Netz aus Lügen und Heimlichkeiten. Acht Leidenschaften mit ihren aufgestauten Lebensträumen, Frustrationen und Verletzungen prallen auf- und gegeneinander.

Dem französischen Autor und Regisseur Robert Thomas gelang 1961 mit seinen «Huit Femmes» ein grosser Hit. Mit feiner Ironie karikiert er die bourgeoisen Verhältnisse der 50er Jahre und spielt lustvoll mit den Rollenbildern dieser Zeit. Den starken, machtvollen Patriarchen, verantwortlich für das materielle Wohl von Familie und Angestellten, nimmt der Autor aus dem Spiel und überlässt das Feld komplett den Frauen. Es beginnt ein pointiertes, geschickt gebautes kriminalistisches Verwirrspiel. Die Damen erweisen sich allesamt schnell als versierte Feierabend-Detektivinnen. Jede entwickelt eine sehr individuelle Theorie zum Tathergang. Und immer rückt dabei eine der anderen in den Mittelpunkt des Verdachts. Robert Thomas jongliert souverän mit Vorurteilen und Klischees. Dämme brechen, Innerstes kehrt sich nach aussen, Masken fallen. Und am Schluss überrascht diese hinreissende Melange aus Kriminalstück, Komödie und Psychodrama das Publikum noch mit einer überraschenden Wendung.

«Acht Frauen» wurde 1961 in Paris uraufgeführt und noch im selben Jahr mit Preisen ausgezeichnet. 2002 eroberte das Theaterstück unter der Regie von François Ozon und mit einer Starbesetzung (u. a. Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert und Danielle Darrieux) die Kinos. Zahlreiche Filmpreise, darunter der Silberne Bär, rundeten den Erfolg ab. In der Kategorie «Bester ausländischer Film» war «Acht Frauen» für den Oscar 2003 nominiert.


kein Einführungsreferat!

 

 

Daten und Zeiten

20.10.2020
19:30 Uhr

 

Weitere Informationen

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