Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Dok: Ly-Ling und Herr Urgesi

Cinema Luna

Giancarlo Moos, Schweiz 2018, ab 10J, 81 min, Dialekt

Dokumentarfilm über die Zusammenarbeit zwischen dem letzten St. Galler Feinmassschneider, dem aus Apulien kommenden Cosimo Urgesi (73), und der aus Laos stammenden, in Appenzell geborenen Modedesignerin Ly-Ling Vilaysane (36). Trotz gegenseitigem Respekt und dem Willen, zusammen etwas auf die Beine zu stellen, stossen die beiden bei ihrer Kollaboration an Grenzen. Cosimo arbeitet seit Jahrzehnten nach festen Regeln, was sich mit Ly-Lings «Draufloskreieren» beisst. Es ist ein Aufeinanderprallen zweier Generationen, zweier Kulturen und zweier Welten, verbunden in einer gemeinsamen Passion.

Dokumentarfilm LY-LING UND HERR URGESI – Zwei Generationen, zwei Kulturen, zwei Welten - verbunden in einer gemeinsamen Passion.

Der mit dem Prix Du Public nominierte Dokumentarfilm LY-LING UND HERR URGESI feierte bei den diesjährigen Solothurner Filmtagen Premiere und stiess beim Publikum und den Fachleuten auf grosse, positive Resonanz.

Seit dem Kinostart in der Ostschweiz lockt LY-LING UND HERR URGESI viele Besucher ins Kino, denn der Dokumentarfilm ist eigentlich eine Culture Clash Komödie, ein Duell zweier starker Persönlichkeiten, das den Zuschauer bis zum Schluss des Films auf charmante und berührende Weise unterhält.

Vom Zürcher Regisseur Giancarlo Moos mit sensiblem Blick und Gespür für Humor umgesetzt, erzählt das Filmporträt die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen dem letzten St. Galler Feinmassschneider, dem aus Apulien stammenden, in den 60er Jahren in die Schweiz eingewanderten Cosimo Urgesi und der aus Laos stammenden, in Appenzell geborenen und aufgewachsenen, preisgekrönten Modedesignerin Ly-Ling Vilaysane.

Trotz grossem gegenseitigem Respekt und dem Willen, zusammen etwas auf die Beine zu stellen, stossen Ly-Ling und Cosimo bei der Herausforderung ihrer Kollaboration an ihre Grenzen. Cosimo arbeitet seit Jahrzehnten nach festen, über Generationen hinweg vermittelten Regeln der Feinmassschneiderei. Das beisst sich zwangsläufig mit Ly-Lings Herangehensweise des „Draufloskreierens“ möglichst ohne einengende Masse im Kopf. So erfahren wir im Laufe der sich über eineinhalb Jahre erstreckenden Dokumentation, wie sich Ly-Ling und Cosimo aus dem Weg gehen, sich wieder annähern, es mit angepassten, vereinfachten Zielen neu probieren, wie Träume über Bord geworfen werden und neuen Platz machen. Es ist ein Aufeinanderprallen zweier Generationen, zweier Kulturen und zweier Welten, verbunden in einer gemeinsamen Passion.

Die beiden Protagonisten gehen eine Extrameile, für die sie niemand je bezahlen wird. Es ist die Faszination für die Arbeit des anderen und die Lust am Entdecken, am In-die-Tiefe-Gehen, eine Art Slow-Food-Geist, der die beiden verbindet. Es ist eine lebensbejahende Grundhaltung, die trotz all den Entbehrungen tiefe Befriedigung mit sich bringt. Genauso soll der Film Lust auf Neues machen, aufs Ausprobieren, aufs Riskieren, aufs Überschreiten von Grenzen und Überspringen des eigenen Schattens. Und er stellt uns Zuschauern ohne zu werten die Frage: Wann habe ich das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?!

 

 

Daten und Zeiten

26.05.2019
11:00 Uhr

27.05.2019
20:00 Uhr

28.05.2019
20:00 Uhr

29.05.2019
20:00 Uhr

 

Weitere Informationen

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