Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 30. Mai 2017

Interview mit Reto Brunschweiler, Präsident Quartierverein Erzenholz

Von welchen Highlights können Sie uns speziell aus Ihrem Quartier berichten?

 

 

Ein Highlight des Vereinsjahres 2016 war sicherlich der «Kochkurs für Männer» unter der kundigen Leitung von Olga Züst und Fränzi und Guido Koster. Sie haben es verstanden, 16 Männern aus dem Dorf «gehobene Grundkenntnisse» des Kochens zu vermitteln. Wie nachhaltig sich dieser Kurs jetzt bei jedem einzelnen zu Hause zeigt kann ich nicht beurteilen. Im Kurs selber, der in der Schulküche der Schulanlage Auen durchgeführt werden konnte, habe ich mich persönlich von den wunderbaren Resultaten überzeugen können.
Daneben konnten wir diverse Neumitglieder im Verein begrüssen und weitere Anlässe für Jung und Älter durchführen.

Wie könnte man aus Ihrer Sicht die öffentlichen Fahrten für Ihre Quartierbewohner verbessern?
Das Thema ÖV müssen wir wohl oder übel realistisch beurteilen. Wahrscheinlich ist das ein Spagat der nicht wirklich gelingen wird. Auf der einen Seite ist die Einwohnerzahl im Quartier prozentual gegenüber vor 10 Jahren markant gestiegen. Auf der anderen Seite ist die Einwohnerzahl mit unter 500 Personen halt immer noch relativ bescheiden. Die damit zu erwartenden Benutzerfrequenzen sind so immer noch zu gering für eine eigene, sich lohnende Buslinie. ÖV wird dort angeboten, wo er auch genutzt wird. Ich kann somit nur dazu aufrufen, das bestehende Angebot vermehrt zu nutzen. Nur wenn der Beweis angetreten wird, dass das Bedürfnis besteht, wird es eine Verbesserung geben können.

Was gefällt Ihnen am Erzenholz besonders?
Seit genau 100 Jahren gehören die ehemaligen Dörfer Erzenholz, Horgenbach und Osterhalden zur Stadt Frauenfeld. Am 18. März 1917 stimmten die Einwohnerinnen und Einwohner der Dörfer dem Beitritt zur Munizipalgemeinde Frauenfeld zu. Seither hat sich vieles verändert, im Kern ist aber auch vieles erhalten geblieben. Die Auenlandschaft entlang der Thur bietet heute noch ein wunderbares Erholungsgebiet und ist Heimat für seltene Fauna und Flora. Der Baggerweiher bietet heute Gelegenheit der Sommerhitze zu entfliehen und nebenbei eine Wurst auf dem Grill zu braten und die Wohnsiedlungen haben sich zu attraktiven Wohn- und Lebensräumen entwickelt. Das Quartier EHO ist also Teil der Stadt umgeben von Natur.

Welche quartierpolitischen Knacknüsse sind zu lösen?
Wir versuchen dieses Jahr aktiv unsere neu zugezogenen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner anzusprechen und zum Mitmachen im Quartier zu motivieren. Der Quartierverein ist dabei eine Möglichkeit «Eingeborene und Neuzuzüger» einander näher zu bringen. Der erste Schritt dazu ist gelungen, zum «Willkommens Apéro» durften wir viele neue Gesichter vor unserem Vereinslokal begrüssen.

Welche Aktivitäten sind geplant?
Wir haben 2017 ein reich befrachtetes Programm. Bereits kurz nach der Jahresversammlung im März haben wir die Pensionäre aus dem Quartier zum Zmittag im Quartiervereinslokal eingeladen. Unseren Helfern im Hintergrund, die uns während dem Jahr helfen, uns unterstützen und bereitstehen, wenn gerufen wird, durfte ich an unserem Helferabend danke sagen. Nun startet das Programm für alle Vereinsmitglieder:

13. Juni 17 : QV zu Gast beim Rennverein
1. Juli 17: Stadtführung Frauenfeld unter dem Motto «Frauenfeld, gestern – heute – morgen»
1. August 17: Augustfunken am Baggerweiher und in Osterhalden
4. August 17: Minigolf für Daheimgebliebene
16. September 17: Weinbau am Iselisberg – «mit Innovationen in die Zukunft»
11. November 17: Dorfjassmeisterschaft
15. November 17: Räbeliechtliumzug der Schule Erzenholz durch das Dorf
1. – 23. Dezember 17: Adventsfenster
23. Dezember 17: Anlass zum 4. Advent am Baggi
17. März 18: Jahresversammlung 2018

Machen Sie möglichst an allen Anlässen mit, wir freuen uns auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Welche persönlichen Wünsche haben Sie an die Mitglieder?
Ich wünsche mir, dass die vielen tollen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner des Quartiers noch aktiver am Dorfleben teilnehmen, selber Initiative zeigen und natürlich auch die Anlässe des Quartiervereins regelmässig besuchen werden.


Herzlichen Dank für das Interview
mo