Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 04. April 2017

Im Premieren-Jahr viel Erfahrung gesammelt

Die Unihockeyanerinnen der Red Lions Frauenfeld sind in ihrem ersten Jahr in der NLA in den Playoffs an Schweizer Meister Chur gescheitert. Allerdings nur knapp. Das Fazit von Sportchefin Diana Füllemann fällt trotzdem positiv aus.

 

 

Die Red Lions Frauenfeld totalisierten als Siebte nach der Qualifikation in 21 Partien 16 Punkte. Zug als Sechster holte zehn Zähler mehr. Schlusslicht war Giffers, dass lediglich fünf Punkte errang, aber nicht absteigen muss, weil die NLA auf zehn Teams ergänzt wird. Neu zur Elite stossen Waldkirch-
St. Gallen (setzte sich in den Playoffs mit 3:1 gegen Riders durch) und Berner Oberland (eliminierte mit 3:1 Rümlang-Regensdorf). Die ersten Acht erreichen in der Meisterschaft 2017/18 die Playoffs, der Neunte und Zehnte müssen die Playouts bestreiten und der Verlierer misst sich zum Schluss noch mit dem NLB-Besten.
Die Red Lions Frauenfeld (7.) mussten ihre ersten NLA-Playoffs ausgerechnet gegen Schweizer Meister Chur (2.) bestreiten. Zum Auftakt setzte es auswärts eine Kanterniederlage ab, doch dann wurden die Bündnerinnen zweimal in die Overtime gezwungen, um den kecken Aufsteiger auszuschalten. Sportchefin Diana Füllemann sagt zu Recht: «Wir hätten ein zweites Heimspiel verdient gehabt. Taktisch waren wir gut auf die Churerinnen eingestellt. Im Abschluss fehlte leider die Effizienz, das im Gegensatz zum clevereren Kontrahenten.» Gerade in der Abgeklärtheit vor dem Tor machte sich die lange Abwesenheit der verletzten Marianne Gemperli und Carola Kuhn besonders bemerkbar. Im Nachhinein darf Diana Füllemann trotzdem festhalten: «Wir dürfen mit dieser Premiere in der höchsten Klasse zufrieden sein.»
Grundsätzlich ist die Equipe auf dem richtigen Weg. Vor allem auch darum, weil sie immer wieder eigene Juniorinnen einbauen kann. Doch die Sportchefin verhehlt nicht, «dass wir auf lange Sicht wohl doch zumindest eine Ausländerin engagieren müssen.»
Keine Änderungen gibt es im Trainer-Staff: Oliver Bernstein und Mark Van Rodden bleiben ebenso wie der für die Kondition zuständige Felix Gutzwiller. Frauenfeld verlassen werden dagegen Captain Nicole Braunschweiler, Alexandra Böhringer, Eliane Horat und Marianne Gämperli (längerer Ausland-Aufenthalt). Erfreulicherweise eine weitere Saison gehalten werden konnte Topskorerin Nicole Fässler aus Appenzell. Wer neu dazu stösst, ist noch offen. Die NLA-Frauen geniessen bereits eine Pause, müssen allerdings zu den jeweiligen Probe-Trainings antreten. Richtig los geht es bereits wieder anfangs Mai. Ruedi Stettler