Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Theaterverein: Rock me, Hamlet

Casino

Musical-Tragödie (Opernwerkstatt am Rhein, Regie: Sascha von Donat)

Klassische Shakespeare-Texte treffen auf aktuelle Rockmusik und ein klares modernes Bühnendekor auf aufwendige historische Kostüme. Dieses Werk ist eine Form des neuen Musiktheaters, in welchem anspruchsvoll mit der Sprache umgegangen wird und Musik mit grossen Tanzeinlagen dargeboten wird. Die Umsetzung erfolgt mit 15 Schauspielerinnen und Schauspielern, Tänzerinnen und Tänzern und Sängerinnen und Sängern, die von einer sechsköpfigen Liveband begleitet werden.

Etwas ist faul im Staate Dänemark. Hamlets Vater ist gestorben und kurz darauf heiratet seine Mutter Claudius, den Bruder des verstorbenen Königs. Als Hamlet erfährt, dass Claudius seinen Vater ermordet hat, sinnt er auf Rache. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel, ob es richtig ist Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder gar allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

Bröckelnde politische Strukturen, ungewisse gesellschaftliche Verhältnisse und niemand, der Visionen für eine bessere Zukunft hat. Augenblicklich herrscht in vielen europäischen Ländern das Gefühl vor, dass etwas faul im Staate ist, wodurch Hamlet wieder mal zu einem hochaktuellen Stück wird. Wenn man sich die Hits der aktuellen Charts ansieht, findet man auch in den Songtexten der meistgespielten Stücke viel Unzufriedenheit und Ratlosigkeit. Ein modernes Musiktheater, in welchem die Konflikte des Shakespeare-Dramas mit denen der Popkultur verbunden werden, bietet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt so sehr an wie noch nie zuvor. Es kommt hier zu einer Verknüpfung literarischer und musikalischer Legenden. Benutzt keine typischen Musicalsongs, da dies bei einer Tragödie wie Hamlet unangebracht wäre. Musikalisch verwendet werden sowohl 80er-Hits als auch Top-Hits der letzten Jahre, so dass dieser Hamlet verschiedene Zielgruppen anspricht.

„Kurzweilig und witzig, rührend und emotional, mitreissend und virtuos – mit drei Worten: ganz grosses Kino!“
Die Rheinpfalz, 21.01.2020

Zutritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat. Zur Identifikation muss zudem ein amtlicher Ausweis (ID, Pass, Führerausweis) vorgezeigt werden.

 

 

Daten und Zeiten

22.01.2022
19:30 Uhr

 

Weitere Informationen

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