Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Chor Sankt Nikolauskirche: Messe in G-Dur von F. Schubert

katholischen Stadtkirche

Der Chor der Sankt Nikolauskirche Frauenfeld singt im Gottesdienst am Patrozinium,
9. Dezember 2018, um 10.30 Uhr
in der katholischen Stadtkirche die Messe in G-Dur von F. Schubert mit Solisten, Orchester und Orgel.

Gottesdienst zum Patrozinium
Zum Patrozinium führt der Kirchen St. Nikolaus, verstärkt durch Solisten und Orchester ein Werk mit äusserst spannender Entstehungsgeschichte auf: Franz Schuberts (1797-1828) Messe in G-Dur D 167. Formal handelt es sich bei dieser zweiten Messe Schuberts um eine Missa brevis, also eine bewusst in Umfang und instrumentalen Mitteln kurz gehaltene Vertonung des Messordinariums. Die Begleitung orientierte sich ursprünglich am sogenannten Wiener Kirchentrio (2 Violinen und Basso continuo), plus Bratsche, wurde später aber um Trompeten und Pauken ergänzt. Wir führen das Werk in der Fassung der Uraufführung auf – also mit Streichern und Orgel. Die Messe ist durchweg homophon, grosse Fugen fehlen hier (mit Ausnahme des fugierten „Osanna in excelsis“) gänzlich. Insgesamt überwiegt ein liedhafter, eingängiger und pastoraler Ton, der sich im „Agnus Dei“ ins Dunkle und Dramatische verwandelt und mit seiner farbigen harmonischen Sprache ganz besonders herausgehoben ist. Das „Benedictus“, von den drei Solisten (Sopran, Tenor und Bass) vorgetragen, gehört zu den intimsten Momenten in Schuberts gesamtem Schaffen. Das Werk ist heute neben den späten grossen Messen in As-Dur und Es-Dur eines der am häufigsten aufgeführten geistlichen Werke Schuberts. Als das Stück 1846 erstmals gedruckt wurde, stand nicht der Name Schuberts als Komponist auf dem Titelblatt, sondern derjenige des Prager Domkapellmeisters Robert Führer – ein Irrtum, der bald aufflog und für den der Betrüger gar im Gefängnis landete!

 

 

Daten und Zeiten

09.12.2018
10:30 Uhr

 

Weitere Informationen

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