Frauenfeld · 03.06.2026
Favoriten zu nennen ist gar nicht so einfach
Die Schweizer Nachwuchs-Kunstturner erküren ihre neuen Meister am 13./14. Juni in Frauenfeld. Ausgetragen werden die Wettkämpfe in der Eishalle.

180 Nachwuchs-Turner im Alter von neun bis 18 Jahren aus der ganzen Schweiz werden sich in den verschiedenen Programmen messen. Und zwar an den Geräten Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren, Reck und auch am Boden. Am Samstag dauern die Wettkämpfe von neun bis 21 Uhr und am Sonntag von neun bis 17 Uhr. Wer aber darf wohl jeweils zu den Siegerehrungen antreten? Die Medien-Verantwortliche Saskia Damur hält fest: «Favoriten sind wirklich schwer vorauszusagen, weil die Jahrgänge ja stets wechseln. Das Leistungsvermögen ist sogar in jeder Kategorie unterschiedlich. Ich denke, Frauenfeld hat im P2, P3 und im P4 recht gute Aussichten, vorne mitzumischen».
Aber warum findet dieser nationale Wettkampf nicht in der Turnfabrik selber statt? Dazu hat Saskia Damur die logische Erklärung: «In der Turnfabrik sind unsere Kapazitäten für einen solchen Anlass einfach nicht gegeben. Wir erwarten ja neben den 180 Athleten auch noch um die 1000 Zuschauer. Darum war das Ausweichen auf die nahegelegene Eishalle die logische Folge».
22 Medaillensätze sind bereit
In Frauenfeld werden neben den Einzel- auch Team-Auszeichnungen vergeben. Insgesamt warten in den sechs Kategorien 22 Medaillensätze auf ihre Abnehmer. In den Programmen fünf und sechs werden zudem sogar Gerätefinals ausgetragen.
Schon etliche Stars hervorgebracht
Das Frauenfelder Organisationskomitee mit Leif-Erik Dörr an der Spitze, hatte im Vorfeld alle Hände voll zu tun. Für die zwei Tage mussten nicht weniger als 160 freiwillige Helfer gefunden werden.
Die Turnfabrik steht seit 2012 an der Hummelstrasse in Frauenfeld. Hier haben schon einige Athletinnen und Athleten im Kunst- und im Geräteturnen ihre Karriere gestartet. Etwa die schon mehrfache Aktiv-Meisterin Lilli Habisreutinger (gegenwärtig in Australien), die auch für die Schweiz mehrfach international startete. Oder wer weiss, dass in jungen Jahren die jetzige Stabhochsprung-Europameisterin Angelica Moser in Frauenfeld ein- und ausging. Sie errang beispielsweise an den Schweizer Titelkämpfen auch schon Auszeichnungen für die Turnfabrik. Auch jetzt ist die Andelfingerin noch ab und zu Trainings-Gast an dieser Stätte. Wird etwa Mitte Juni in der Eishalle ein neues Talent aus der Turnfabrik in Erscheinung treten?
Text: Ruedi Stettler
Bild: Yuichi Hashiguchi
Infos unter: smj2026.ch