Frauenfeld · 27.05.2026
Verschiedene Ziele für das Sommer-Training
Der EHC Frauenfeld ist in der MyHockey League unter seinem neuen Headcoach Richard Novak im letzten Winter auf direktem Weg in die Playoffs eingezogen. Jetzt nimmt der Zürcher seine zweite Saison in Angriff und hat klare Vorstellungen.

Wie bisher schon üblich, hat der EHC Frauenfeld anfangs Mai das Sommer-Training aufgenommen. Und hat dabei nur kurz auf die letzte Saison zurückgeschaut. Im Schweizer Cup – der jetzt definitiv abgeschafft wurde – ist der EHCF mit 2:3 am oberklassigen HC Thurgau gescheitert. Nach einigen Höhen und leichten Tiefen reichte es in der Meisterschaft nach 30 Qualifikations-Partien direkt für den Einzug in die Playoffs. Dort ist man allerdings im Viertelfinal mit 1:3 in der Serie an Huttwil (dem späteren Final-Teilnehmer) gescheitert.
Jetzt geht der Blick nur nach vorne. Neu gehört der freiwillige Absteiger Winterthur zur MyHockey League, welche damit wieder zwölf Teams umfasst. Nach vier Zuzügen und sechs Abgängen (auch von Topskorer Timo Kauth) ist EHCF-Trainer Richard Novak zuversichtlich. Nachstehend hat er unsere Fragen beantwortet.
Wie komplett ist das Kader?
Es laufen noch einige Gespräche. Das Kader ist noch nicht komplett. Vor allem rechnen wir mit zwei zusätzlichen Verteidigern.
Wie sehr schmerzt Dich der nahmhafte Abgang von Topskorer Timo Kauth zum HC Thurgau?
Da denke ich etwas anders. Natürlich fehlt uns nun ein guter Stürmer. Wir haben allerdings viele junge Akteure, die einspringen können. Aber wir haben auch Freude, dass unsere Spieler den nächsten Schritt nehmen können.
Ist der beim HC Thurgau aussortierte 29-jährige Frauenfelder Fabio Hollenstein ein möglicher Rückkehr-Kandidat?
Wir hoffen es sehr. Ich denke, dass unsere Sportchefs Michael Roth und Mike Portmann die richtigen Argumente finden. Er würde uns als Spieler und als Mensch sehr helfen.
Welches wäre Dein absoluter Wunschtransfer?
Das ist eine schwierige Frage. Ich bin mit dem Kader sehr zufrieden. Aber Fabio Hollenstein würde uns schon helfen. Das wäre für mich ein Wunschtransfer.
Wie lange sind denn überhaupt Transfers möglich?
Eigentlich bis Ende Januar. Es gibt aber einige spezielle Regeln, die es zu befolgen gibt. A- oder B-Lizenzen, Alter der Spieler, usw. Das Ziel ist, dass ein Team komplett ins Sommer-Training starten kann. So entsteht auch ein gutes Teamgefüge.
Wer ist nebst dem HC Thurgau noch Partner-Team des EHCF?
Wir haben sonst keine offiziellen Partner. Der HC Thurgau ist unser Partner mit dem Swiss-League-Team und der U21. Das ist eine optimale Partnerschaft. Wir haben noch kleine Zusammenarbeiten, wenn wir einzelne Spieler in die 1. Liga ausleihen oder umgekehrt.
Ist das Sommer-Training ab anfangs Mai immer obligatorisch?
Grundsätzlich ja. Wir haben aber Spezialfälle, wenn Leute noch nicht in der Nähe von Frauenfeld wohnen und erst im Verlauf des Sommers hierher ziehen, oder die Arbeitsstelle wechseln. Diese neuen Teamkollegen bekommen ein Programm und versuchen ein- bis zweimal pro Woche trotzdem anwesend zu sein, um auch die Mannschaft beim Training kennenzulernen.
Gibt es auch irgendwann Ferien?
Die Spieler haben Anfangs/Mitte Juli zwei Wochen Ferien. Anfangs August starten wir mit der Vorsaison und mit den Eistrainings.
Auf was legst Du im Sommer-Training besonderen Wert?
Wir haben verschiedene Vorstellungen. Einige Spieler haben schon im April begonnen mit dem Ziel, Gewicht zuzunehmen. Sie haben ein spezielles Kraft- und Ernährungs-Programm erhalten. Andere haben das Ziel, die Grundlagen-Ausdauer zu verbessern, um konstanter über eine Partie, über eine Woche, oder über die ganze Saison zu spielen. Allgemeines Ziel ist, dass wir im September bereit sind, explosiv, intensiv und ganze Begegnungen durchziehen können. Und das durch die ganze Saison.
Hast Du Hilfen?
Philipp Huber vom Port 3 an der Hummelstrasse in Frauenfeld leitet die meisten Trainings im Sommer. Einmal pro Woche haben wir ein Spieltraining (Basketball/Fussball/Unihockey). Da versuchen wir schon, einige Spielprinzipien zu trainieren, um unser Spiel zu entwickeln.
Interview: Ruedi Stettler