Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 06.05.2026

Besucher entdecken verborgene Weinschätze

Offene Weinkeller, Tage der offenen Tür

Warme Frühlingsluft zieht durch die Reben, während sich die idyllischen Orte im Seebachtal langsam mit Besucherinnen und Besuchern füllen. Es ist wieder Zeit für die «Offenen Weinkeller» – jenes Wochenende im Jahr, an dem Winzerinnen und Winzer ihre Türen öffnen und Einblicke in ihre Arbeit gewähren, die sonst verborgen bleiben.

 

 

Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, haben viele Menschen Zeit zu verweilen. Um die Mittagszeit herrscht reges Treiben. Familien, Weinliebhaber und spontane Ausflügler schlendern von Hof zu Hof. Zwischen alten Steinmauern und modernen Kellereien liegt der Duft von frischem Brot, Holz und Steak vom Grill in der Luft. Die Atmosphäre ist ungezwungen, man duzt sich, lacht miteinander und hebt gemeinsam das Glas.


Vielfalt aus dem Rebberg
Im Weingut Saxer in Nussbaumen kehren die Gäste immer gerne ein. Der Wein kommt aus guten Sonnenlagen. Erfahrung, Innovation und Experimentierfreude zeichnen den Familienbetrieb aus. Herzliche Gastfreundschaft auch im Rebgut Jäger in Hüttwilen mit charakterstarken Weinen. Bei der Winzerfamilie Urs und Nicole Haag in Hüttwilen lockt eine Freiluft-Festwirtschaft. Die Gäste degustieren hervorragende Weine aus dem Rebberg.


Winzererfahrung an Sonnenlagen
Bei Hausammann Weinbau, Iselisberg geniessen die Besucherinnen und Besucher an bester Lage ein Glas Wein. Beratung dazu gibt’s bei Nadine und Urs Hausammann. «Wir wollen zeigen, wie viel Herzblut hinter jeder Flasche steckt», erklärt Winzerin Nina Wägeli vom Rappenhof in Buch, während sie einen goldgelben Müller-Thurgau einschenkt. Die Nähe zur Kundschaft, harmonische, unkomplizierte Weine mit guter Balance zeichnen den Betrieb aus. Hier verweilen die Gäste gerne an idyllischen Plätzen.
Kulinarisch ganz auf der Höhe ist das Weingut Engel in Uesslingen. Markus Frei schenkt persönlich Engelwy aus. Engel-Weine stehen für naturnah produzierte, charakterstarke Weine. Raclette und eine Auswahl an Weinen stehen in der Stiftung der Kartause Ittingen zur Auswahl. Auch die Staatsdomäne Kalchrain hat auf einen Trunk eingeladen. Das nutzen viele gerne.
Die Besucher hören aufmerksam zu, stellen Fragen, probieren. Jeder Keller hat seinen eigenen Charakter, mal rustikal, mal elegant, mal experimentierfreudig. Besonders gefragt sind bei diesen Wetterbedingungen frische, leichte Weissweine. Auch kräftige Rotweine finden ihre Liebhaber.
Was die «Offenen Weinkeller» so besonders macht, ist die Qualität der Weine und die Nähe zu den Menschen dahinter. Hier wird Wein als Produkt präsentiert, welcher eine Geschichte hat und vom Wetter, dem Boden, der Geduld und Leidenschaft handelt. Die Gläser werden gehoben, neue Bekanntschaften geschlossen, und viele kaufen ein paar Flaschen für Zuhause. Wein verbindet Generationen, Regionen und Menschen.


Text und Bild: Manuela Olgiati