Frauenfeld · 15.04.2026
Zwei Frauenfelder Trainer ganz vorne
In der Challenge League liegen der FC Vaduz und der FC Aarau nach 30 Runden auf Platz eins und zwei. Bei den Liechtensteinern ist der Frauenfelder Pascal Cerrone Assistenz-Trainer, bei den Aargauern Brunello Iacopetta Headcoach.

Am Wochenende hat allerdings Yverdon (3.) daheim gegen den Spitzenreiter Vaduz mit 2:1 gewonnen. Weil Schlusslicht Bellinzona gegen Aarau ein 0:0 erkämpfte, führen die Liechtensteiner mit zwei Punkten Vorsprung auf die Aargauer. Der Leader liegt aber weiterhin so klar (12 Zähler) vor Yverdon, dass er oder Aarau den direkten Aufsteiger unter sich ausmachen werden. Der Zweitklassierte hat zudem noch die Chance auf die Promotion in der Barrage gegen den zweitletzten der Super League, das dürften wohl die Grasshoppers sein.
Iacopettas Start im FCF-Nachwuchs
Brunello Iacopetta hat beim FC Frauenfeld als Torhüter und beim SC Aadorf gespielt. Ins Trainergeschäft eingestiegen ist er beim FCF-Nachwuchs 2002 und blieb bis 2009, bevor er nach Wil wechselte. 2012 zog er weiter nach St. Gallen. Ab 2020 betreute er die Aktiven von Rapperswil-Jona für eine Saison, bevor er von Wil das Angebot in die Challenge League erhielt. Von der Äbtestadt zog er 2024 nach Aarau weiter und hat auch dort viel Erfolg. Der am 28. Oktober 42 Jahre alt werdende Frauenfelder hofft natürlich, dass er mit dem FCA direkt in die Super League aufsteigen kann.
Als Assistent von Marc Schneider hat logischerweise Pascal Cerrone mit Vaduz die gleichen Absichten. Er sagt über seinen jetzigen Arbeitgeber: «Vaduz ist ein sehr professioneller und doch familiärer Verein». Der am 12. Juni 45 Jahre alt werdende Frauenfelder (der auch neun Partien für die Schweizer U21 absolvierte) lebt nach dem Motto: «Ein Tor geht auf und ein anderes geht halt zu».
Zuversichtlicher Cerrone
Der ehemalige FCF-Junior begann seine Profikarriere 1999 in der NLB bei Winterthur. Seine weiteren Stationen waren Thun, St. Gallen, Vaduz, Wil. 2015 kehrte er als Spielertrainer zum FC Frauenfeld zurück, zog zwei Jahre später als Coach zur U21 von Thun und stieg danach als Trainer-Assistent ins Fanionteam der Berner Oberländer auf.
Seit einiger Zeit ist er fast ständiger Begleiter von Headcoach Marc Schneider bei verschiedenen Clubs, seit 2024 nun in Vaduz. Die zwei möchten natürlich mit den Liechtensteinern die Promotion in die Super League schaffen.
Cerrone weiss, wie das funktioniert, ist er doch 2008 mit Vaduz schon als Spieler aufgestiegen, allerdings folgte nach einer Saison der sofortige Abstieg. Sollte die Promotion tatsächlich gelingen, möchte man diesmal länger in der obersten Klasse bleiben.
Text: Ruedi Stettler
Bild: zvg