Frauenfeld · 15.04.2026
Aufzug bereits getestet

Dieser Medientermin wird dem einen oder anderen sicher stark in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der bunten Kunst um das «Flusshuus» und den neu gestalteten Räumen. Nein.
Auf Medienterminen kann man oder frau etwas erleben: Politiker verlieren die Nerven, Veranstalter betreiben Selbstbeweihräucherung, Menschen gewinnen spannende Spiele, der Reporter ist in unwegsamem Gelände unterwegs oder bleibt, wie an diesem Montagnachmittag geschehen, im Aufzug stecken. Nicht allein, sondern zu fünft. So geschehen bei der Begehung des «Flusshuus». Wer hätte es auch ahnen können, dass der Aufzug für weniger als fünf Personen ausgerichtet war?
Fünf war die Zahl des Tages: Denn fünf Minuten lang steckten drei Journalisten, ein Fotograf und der Hausherr im Aufzug fest. Es wurde gegen die Tür gehämmert und gerufen. Wie es der Zufall wollte, hatte Bauleiter Armin Müller die Treppe gewählt und konnte zum Glück zur Rettung beitragen, in dem er die Hydraulikpumpe betätigte. Für eine Anwesende fühlten sich die fünf Minuten wie fünf Stunden an: Sie sah sich mit ihrer Platzangst konfrontiert und fiel Müller dankbar um den Hals, als sie befreit war. «Sie haben uns gerettet.» Auch der Fotograf der TZ hatte dann wohl erst einmal genug und machte sich von dannen. Nur der Pfarrer blieb ruhig (Berufserfahrung?).
Am Ende kamen alle wieder heil heraus. Und wenn Sie jetzt Angst haben: Das müssen Sie nicht, das «Flusshuus» kann getrost besichtigt werden. Der Aufzug wurde ja bereits von den Medienschaffenden getestet.
Text und Bild: Elke Reinauer