Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 08.04.2026

Pfyn investiert in die Sonderpädagogik

Primarschule Pfyn, Schulgemeindeversammlung

Eine hohe Fluktuation und mehr Unterstützung im sonderpädagogischen Bereich schenken im Schulalltag und bei den Finanzen ein.

 

 

An der Schulgemeindeversammlung vom Dienstagabend waren 20 Stimmberechtigte in der Trotte Pfyn erschienen. Schulpräsidentin Alice Santschi beantwortete eine Frage zum Budget. «Härtefälle sind nicht planbar und deshalb nicht im Budget ausgewiesen», erklärte Primarschulpräsidentin Alice Santschi.
Konfrontiert sei die Schule mit mehr Unterstützung für Kinder im sonderpädagogischen Bereich.
143 Kinder besuchen den Unterricht an der Primarschule Pfyn. Weiterhin fehlen 32 Kinder für eine komfortable, finanzielle Situation. «Wir müssten acht Klassen mit 22 Kindern führen, damit die Rechnung aufgeht», sagte Alice Santschi. Die Schulbehörde hält am Betrieb fest. Allerdings stellt sie auch eine Belastung für die Lehrpersonen fest. An der Schule sei die Fluktuation gross. Wie die Präsidentin erklärte, gibt es auf freie Lehrstellen viele Bewerbungen und so könne eine Stelle immer wieder neu besetzt werden. «Ein junges, motiviertes Team stellt sich bei uns den wachsenden Anforderungen des Schulalltags bei gleichzeitig finanziellen Rahmenbedingungen», ergänzte die Präsidentin.


Ausblick auf weitere Zahlen
Noch im vergangenen Jahr musste die Schulgemeinde den Steuerfuss von 62 auf 68 Prozent anheben. Wegen der hohen Steuerkraft kann die Schule erstmals nicht einen kantonalen Beitragsausgleich erwarten.
Dank der bewilligten Härtefallgesuche im Betrag von 98 000 Franken schliesst das Ergebnis in der Rechnung besser als budgetiert ab.


Rechnung und Budget
Die Stimmberechtigten hiessen die Jahresrechnung 2025 bei einem Aufwand von rund 3,206 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 3,069 Millionen Franken mit einem Gewinn von 137 079 Franken gut. Das Eigenkapital beträgt eine knappe halbe Million Franken. Das Budget 2026 bei einem Aufwand von rund 3,021 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 3,016 Millionen Franken mit einem Verlust von 4604 Franken hiessen die Stimmberechtigten inklusive dem unveränderten Steuerfuss von 68 Prozent ebenfalls gut.
Information folgte noch zur Infrastruktur.
Die Glastüre der Trotte wurde wegen den Brandschutzvorschriften ersetzt.


Text und Bild: Manuela Olgiati