Frauenfeld · 25.03.2026
Ausstellung «Leben & Lassen» ist barrierefrei
Pünktlich zur Ausstellung wird vor dem Alten Zeughaus ein behindertengerechtes WC aufgestellt. Die Pflastersteine des Wegs ins Museum wurden mit Beton aufgefüllt, damit Rollstuhlfahrende einen ruhigeren Untergrund haben.

Auch der Zugang durch die Ausstellung ist barrierefrei gestaltet: Einige Objekte sind jetzt tiefer angebracht, bei anderen war dies baulich nicht möglich. «Wir haben aber alles versucht, um die Ausstellung rollstuhlgerecht zu gestalten», so Noemi Bearth, Museumsdirektorin. Die interaktiven Bildschirme und Touchscreens lassen sich im Sitzen bedienen. Die Investitionen für Massnahmen wie Containermiete und bauliche Anpassungen beliefen sich insgesamt auf 37 000 Franken.
Inklusion im Fokus
«Inklusion liegt uns am Herzen, und wir verfolgen das Ziel, jährlich neue inklusive Massnahmen im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen. Fürs Schloss haben wir letztes Jahr einen Ausstellungsführer auf Englisch und Französisch herausgegeben, die Raumtexte der kommenden Sonderausstellung sind in Englisch sowie in Leichter Sprache verfügbar, mit dem machTheater haben wir szenische Führungen im Schloss veranstaltet, und dieses Jahr werden mehrere Führungen in Gebärdensprache angeboten», sagt Bearth.
Die Museumsdirektorin bedauert, dass das Schloss nicht barrierefrei ist, und hofft auf die Sanierung. Diese wurde im September 2024 um vier Jahre verschoben. Im Jahr 2028 soll der Grosse Rat über das Projekt beschliessen, der Baubeginn wäre damit frühestens 2030. Da es dem Historischen Museum Thurgau bis zur Sanierung nicht möglich ist, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen physischen Zugang zum Schloss zu ermöglichen, wurde im ersten Quartal 2025 in einen virtuellen 360-Grad-Rundgang investiert. Dieser ist auf der Website des Museums zugänglich.
Text und Bild: Elke Reinauer