Frauenfeld · 25.03.2026
Das Hoffen auf persönliche Bestleistung
Lukas Britschgi vom Eissport Club Frauenfeld hat sich nach der Teilnahme bei «Art on Ice» seriös auf die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag vorbereitet. Letztes Jahr war er Zwölfter. Und diesmal?

Dass Lukas Britschgi zumindest in Europa längst zur absoluten Topspitze zählt, beweisen seine Ergebnisse. Nach der Bronzemedaille 2023 wurde er ein Jahr später Fünfter, kürte sich 2025 zum Europameister und landete anfangs Jahr als Vierter knapp neben dem Podest. Nicht wie erhofft verlief sein Kurzprogramm an den Olympischen Spielen in Italien mit Rang 19. Doch einmal mehr bewies der Schaffhauser Nervenstärke und rückte noch auf Platz 14 vor.
An den WM landete er bei den letzten drei Austragungen stets im ersten Dutzend: 8., 6. und zuletzt 12. Was für ein Resultat liefert der sechsfache Elite-Meister nun in Prag ab?
Eindrücklicher Doku-Film
Wie angesehen der 28-Jährige hierzulande mittlerweile ist, zeigt auch die Tatsache, dass ihm das Schweizer Fernsehen einen dreiteiligen Dokumentar-Film widmete. Kurz vor Olympia flimmerte «Auf dünnem Eis» in die guten Stuben. Eindrücklich zeigten die Aufnahmen, wie schonungslos hart Lukas Britschgi im Training x-fach die gleichen Übungen und Sprünge perfektionieren muss. Auf dem Eis sieht das dann elegant und fast schwerelos aus. Der Film zeigte einen Querschnitt des Eiskunstläufers Britschgi vom Beginn als Jüngling auf der KEB in Frauenfeld bis zum EM-Titel in Tallinn.
Sein grosses Können durfte der am 17. Februar 28 Jahre alt gewordene Europameister von 2025 auch wieder bei der internationalen Revue «Art on Ice» zeigen. Sein Fazit: «Es hat mit den vielen Stars unheimlich Spass gemacht». Und einmal mehr liess er es sich nicht nehmen, bei «seinem» Verein Eissport Club Frauenfeld am Schaulaufen teilzunehmen.
Nachstehend hat Lukas Britschgi unsere Fragen beantwortet.
Wie viele Einsätze hattest Du bei «Art on Ice»?
Ich hatte insgesamt neun Einsätze bei «Art on Ice» und es war eine sehr tolle Zeit. Es verlief fast alles reibungslos und ich konnte die Shows sehr geniessen. Wir hatten nebst den Auftritten auch Trainingsmöglichkeiten in den naheliegenden Trainingshallen, oder in den Arenen. Wir konnten also noch gut neben den Shows üben, sofern die Energie gereicht hat.
Auf was wurde im Hinblick auf die WM besonders geschaut?
Seit zwei Wochen bin ich wieder zurück in Oberstdorf bei meinem langjährigen Trainer Michael Huth und bereite mich auf die WM vor. Die Vorbereitungen laufen ziemlich gut und ich fühle mich physisch in guter Form. Wir feilten noch an ein paar technischen Details, damit dann hoffentlich alles funktioniert beim Titelkampf. Ansonsten habe ich meine normale Trainingsroutine abgespult.
Welches sind Deine Ziele in Tschechien?
Ich hoffe, wieder an meine persönliche Bestleistung zu kommen, was mir diese Saison noch nicht ganz gelungen ist. Für welche Platzierung es dann reicht, werden wir sehen.
Wann fliegst Du nach Prag?
Am Montag sind wir mit dem Auto nach Prag gefahren. Die Reise dauerte etwa 6 Stunden und 30 Minuten. Ist sogar schneller, als mit dem Flieger aus meinem Trainingsort Oberstdorf.
Interview: Ruedi Stettler