Frauenfeld · 12.11.2025
Nach Zitterpartie ein voller Erfolg
18. Auflage des beliebten Kunsthandwerksmarkt Greuterhof
Jetzt ist der Greuterhofmarkt «Kunsthandwerk und Genuss» schon wieder Geschichte. Mit 80 Ausstellern war auch die 18. Auflage des Marktes wieder ein voller Erfolg. Das Wetter zeigte sich trocken und stabil, sehr zur Freude von OK-Präsident Max Wellauer.

Denn Regen hätte den Wiesen-Parkplätzen nicht gutgetan und das Parkieren noch schwerer gemacht. Dass der Markt in diesem Jahr stattfinden konnte, sei zeitweise auf der Kippe gestanden, sagte Max Wellauer im Mediengespräch, das traditionell eine Stunde vor der Eröffnung des Marktes stattfindet. «Der Markt war eine Zitterpartie zwischen der Gemeinde und mir», sagte Wellauer. Durch die Bauverzögerungen der Baustelle Ortsdurchfahrt Islikon gab es bis drei Wochen vor dem Markt Unsicherheit. «Es könnte zu knapp werden», so die Befürchtung des OK-Präsidenten. Doch die Zufahrt zum Markt und zu den Parkplätzen konnte freigegeben werden. Knapp, aber mit einem Grosseinsatz der Planer und Bauleute wurde die Durchfahrt auf der Hauptstrasse Richtung Winterthur ab 7. November freigegeben. Ausserdem wurde eine Notbrücke über die Baugrube bei Tegelbach in Betrieb genommen und die Tegelbachstrasse eingeteert, sodass die Zufahrt zu den Parkplätzen entlang der Tegelbachstrasse frei passierbar ist. Denn mit der Sperrung der Kefikonerstrasse vor dem Marktgelände fiel eine wichtige Verbindungsachse aus.
Lob von Gemeindepräsident
Gemeindepräsident Roger Jung lobte Max Wellauers Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit, den Markt trotz widriger Umstände stattfinden zu lassen. «Ich bin stolz, dass es geklappt hat», so Roger Jung. Der Markt habe eine enorme Strahlkraft entwickelt, die über die Kantonsgrenzen hinausgehe, so Jung. Andreas Jäger von der Stiftung Greuterhof nannte den Markt «ein Leuchtturmprojekt». Er hoffe, dass die Ungewissheit wegen der Baustelle bis nächstes Jahr geklärt sei.
«Der Markt ist jedes Jahr extrem gut besucht und wird von den Besuchern sehr geschätzt», so Max Wellauer. Besonders am Sonntag gebe es manchmal Stau auf den Gängen.
Am Donnerstagabend, wenn die Seminarräume im Greuterhof frei sind, beginnen die Helfer mit dem Aufbau. Wellauer lobte die Aktiven Senioren Gachnang: «Sie sind sehr wichtig für den Aufbau.» Landwirt Ernst Grob sei ebenso eine grosse Hilfe, er transportiere das Standmaterial mit Traktor und zwei grossen Wagen. Auch der Werkhof Frauenfeld und Gachnang helfe mit, Thurplus unterstütze sowie die Turnveteranen und die Verkehrskadetten. Sein Dank galt auch den Landwirten, die jedes Jahr Wiesenparkplätze zur Verfügung stellten. Der langjährige Hauswart des Greuterhofs, Toni Huser, ging Ende September in den Ruhestand. Zwei junge Hauswarte teilen sich nun die Stelle und gaben ihr Bestes, um den Markt zu einem Erfolg zu machen.
Grosse Bekanntheit
Die Strahlkraft des Marktes spürte man schon eine Stunde nach dem Mediengespräch, als der Markt eröffnet war. Viele Besucher kamen pünktlich zur Eröffnung, um das vielfältige Angebot aus Kunsthandwerk und Kulinarik zu geniessen. So gab es von Raclette über Schokoladenspezialitäten bis zu Schmuck, Bildern, handgeschöpfter Seife und sogar Hundezubehör viel zu entdecken. 20 Prozent der Aussteller waren neu dabei. Angelika Eggmann, die sich um die Marktbestücker kümmert, sagte, sie habe eine lange Warteliste. Der Markt ist inzwischen weit über die Grenzen des Thurgaus bekannt, so kommen die Aussteller (und Besucher) vom Bündnerland, aus Bern und der ganzen Ostschweiz.
Ausblick auf 2026
Nach dem Greuterhofmarkt ist vor dem Greuterhofmarkt, und so steht dieser für nächstes Jahr bereits fest im Kalender des Organisationskomitees: vom 6. bis 8. November 2026. Die Ausschreibung erfolgt im späten Frühjahr.
Text und Bild: Elke Reinauer