Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.10.2025

Wo Präzision auf schwere Maschinen trifft

QV Vorstadt, Betriebsbesichtigung Müller Gleisbau

Am Mittwochabend besammelten sich 29 Mitglieder des Quartiervereins Vorstadt vor dem Firmengebäude der Müller Frauenfeld AG, Gleisbau. Schon beim Betreten des Geländes wurde klar: Hier dreht sich alles um Schienen, Stahl und Präzision. Der Geruch von Öl lag in der Luft, während im Hintergrund die schweren Gleisbaumaschinen für den nächsten Einsatz vorbereitet werden.

 

 

Inhaber Florian Müller stellte das Unternehmen mit 400 Mitarbeitenden, das er zusammen mit seinem Bruder Stefan Müller in der dritten Generation führt, vor. 1971 legte der Grossvater, Eugen Müller den Grundstein der heutigen Müller Frauenfeld AG. Die Geschichte ist geprägt von Innovation. Aus diesem Grund werden eigens durch Müller entwickelte und patentierte Maschinen eingesetzt, um effizient, ergonomisch und nachhaltig Gleisbau und Gleisunterhalt durchzuführen. Zu erfahren waren die anspruchsvollen Aufgaben des Unternehmens. Müller Gleisbau ist spezialisiert auf den Bau und die Instandhaltung von Bahnstrecken, von kleinen Weichenanlagen bis zu kompletten Streckenabschnitten. «Unsere Arbeit beginnt da, wo Züge sonst nicht mehr weiterfahren könnten», sagte Florian Müller. 


Fahrspass im Führerstand
Einen spannenden Einblick in die technischen Details und die Zusammenarbeit im Maschinenring gab Stefan Basler, der Projektleiter Eisenbahnfahrzeuge. Die Lokpool besitzt 12 Lokomotiven des Typs «Am 841». Ab Mitte 2026 werden fünf weitere, moderne Lokomotiven des Typs «Aeam 841» zur Verfügung stehen. Solche 78,5 Tonnen schwere Loks rüstet das Fachteam in der Werkstatt in Frauenfeld auf. Als krönenden Abschluss konnten dann die Teilnehmer zusammen mit dem Projektleiter den Führerstand besteigen und eine kleine Fahrt vor Ort miterleben. Der Applaus der Teilnehmer war gross.


Rundgang und Information
Auch der Rundgang in der Werkstatt beeindruckte sehr. Dort werden riesige Maschinen gewartet, die Schotter verdichten, Schienen ausrichten oder ganze Gleisabschnitte austauschen können. «Hier ist Technik und Teamarbeit gefragt», erklärte der Stefan Basler weiter. Die Müller Gleisbau rüstet ebenso Kommunalfahrzeuge für die individuelle Nutzung aus. 
Reto Menzi, der Präsident des Quartiervereins Vorstadt bedankte sich herzlich bei CEO Florian Müller und seinem Team. Es bleibt ein Gefühl, einen faszinierenden Einblick in eine Branche bekommen zu haben, die man im Alltag oft übersieht, die aber das Rückgrat unserer Mobilität bildet.


Text und Bild: Manuela Olgiati