Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 22.09.2021

Wer sät, der erntet

 

 

Was ist überall und selbstverständlich? Nein, die Rede ist nicht von der Luft, sondern von der Kultur. Beides ist auf seine Art lebenswichtig.
Auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen: Kultur bestimmt unseren Alltag – etwa wenn wir Musik hören oder ein Buch lesen, wenn wir eine Fotografie betrachten oder einen Film schauen. Ja, genauso gehören Computerspiele oder Podcasts dazu. Auch diese Zeitung ist ein Kulturgut.
Selbst Kulturmuffel konsumieren Kultur, darauf wette ich. Denn Kultur hat das einmalige Potenzial, uns Geschichten zu erzählen – und wenn der Mensch etwas so sehr braucht wie die Luft zum Atmen, dann sind es Geschichten.
Eben weil Kultur so selbstverständlich ist, geht oft vergessen, dass sie nicht einfach da ist. Kultur entsteht nicht aus dem Nichts, sie ist ein hartes Stück Arbeit. Es braucht die Menschen, die sie erschaffen, und Menschen, die sie unter die Leute bringen. Der Garten der Kultur muss gehegt und gepflegt werden, dass er spriesst.
In der Region gibt es eine ganze Heerschar von Menschen, die dieses Feld mit Hingabe beackert – viele von ihnen ehrenamtlich. Sie sorgen dafür, dass die Kulturlandschaft üppig blüht.
Das zeigen auch die Frauenfelder Kulturtage, die vom 24. bis 26. September stattfinden. Dann tritt die Kultur ins Rampenlicht: In drei Tagen locken über 50 Veranstaltungen – vom Orgelkonzert über eine Kulturauktion bis zur Filmmatinée, von Lesungen über Vorträge und Ausstellungen bis Kindertheater und Kunstworkshops. Pflücken Sie sich das heraus, was Sie anspricht. Die Ernte ist reich.

Miriam Waldvogel