Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 25.08.2021

Zu viel Wasser sorgt für eine Neuerung

Die 240 angemeldeten Teilnehmer erlebten an der traditionellen Dreiseen-Stafette in Hüttwilen Sonnenschein und Regenschauer. Mit dabei war auch Olympiasiegerin Nicola Spirig.

 

 

Eigentlich wird an der Dreiseen-Stafette geschwommen, Velo gefahren und gerannt. Diesmal war es aber anders. Am Hüttwilersee, wo sonst die Wechselzone eingerichtet ist, liegt seit Wochen das Wasser mehrere Zentimeter hoch. Das OK war deshalb zu Änderungen gezwungen. Aus dem Triathlon wurde ein Duathlon ohne schwimmen. Es wurde gerannt, dann Velo gefahren und nochmals gerannt. Umdisponiert wurde auch bei der Stafette, ebenfalls ohne Schwimmer, aber mit zweimal rennen.

Zentrum mitten im Dorf
Das Wettkampf-Zentrum befand sich diesmal auf dem Areal der Hüttwiler Primar- und Sekundarschule. Von morgens um 10 Uhr bis nachmittags um 15.30 Uhr war daher viel Betrieb im Dorf. Das Hochwasser hatte also dafür gesorgt, dass in der gut 80-jährigen Geschichte der DSS (früher fand sie nur alle zwei Jahre statt) alles etwas kompakter ablief. Doch die Veranstaltung hat nichts von ihrem Charme eingebüsst.

Triathleten zügig unterwegs
Einer, der die Dreiseen-Stafette seit langem bestens kennt, ist Heinz Stuber. 11 Jahre war er in Hüttwilen Gemeindeammann und trat an der DSS 10 Jahre als Speaker in Erscheinung. Diesmal war er als Streckenposten eingeteilt: «Am Morgen war das Wetter ideal. Die Triathleten sind allerdings wie die Wahnsinnigen an mir vorbei gezogen. Gekannt habe ich auf die Schnelle eigentlich nur Nicola Spirig und den Eschenzer Dominik Spycher».
Weniger angenehm war es dann am Nachmittag, als die Stafette lief. Stuber schmunzelt: «Zwischenzeitlich hat es geschüttet wie aus Kübeln. Weil hier die Teilnehmer in grösseren Abständen vorbei kamen, setzte ich mich während des Regens schnell ins Auto und ging sofort wieder auf meinen Posten, wenn jemand vorbei kam».
Eines ist Stuber aufgefallen: «Die Triathleten waren total fokussiert und rauschten einfach vorbei. Die Absolventen der Stafette sagten beim Vorbeigehen sogar Dankeschön für den Einsatz».

Spirig eine Klasse für sich
Und wie lief es eigentlich der fünffachen Olympiateilnehmerin Nicola Spirig (sie holte 2012 in London Gold, 2016 in Rio gab es Silber und wurde heuer in Tokio Sechste)? Die dreifache Mutter ist mittlerweile 39 Jahre alt und war natürlich auch in Hüttwilen eine Klasse für sich und siegte überlegen.
Auch wenn an der DSS in diesem Jahr Anpassungen nötig waren, darf man trotzdem festhalten: Es war einmal mehr ein gelungener Anlass. 

Ruedi Stettler