Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 07.07.2021

Mut zum Grossanlass

Nach dem Ausfall 2020 – 6. Winzerfest-Ausgabe kommt diesen Sommer

Am 14. August findet in der Frauenfelder Altstadt wieder das Winzerfest statt. Nach der coronabedingten Absage im letzten Jahr freut sich das OK des Verein GenussThur, Thur-Seebachtal, den Grossanlass heuer wieder durchzuführen. Weil an die 1000 Besucher erwartet werden, wird Stand heute wohl ein Covid-Zertifikat zum Einlass nötig sein.

 

 

Am letzten Samstag der Sommerferien steht in der Altstadt wieder ein Grossanlass an – das Winzerfest. Endlich, ist man versucht zu sagen, kehren grössere Anlässe langsam aber sicher zurück. Das Winzerfest gehört schliesslich mittlerweile fest zum Sommerprogramm der Stadt Frauenfeld dazu. Nachdem der Anlass im letzten Jahr wegen Corona abgesagt werden musste, findet die sechste Ausgabe nun eben diesen Sommer statt. 2020 setzte man als Ersatz auf diverse kleinere Anlässe, jetzt soll es wieder das grosse, beliebte Fest werden, wie es sich die Frauenfelder gewohnt sind. «Sowohl für die Menschen als auch für die Winzer und Direktvermarkter ist das Fest ein wichtiger Anlass», sagte OK-Mitglied Daniel Bauer an einer Medieninfo letzte Woche in der Altstadt.

Bewährtes und Neues
Das Winzerfest ist stetig gewachsen, aus diesem Grund hält man an Bewährtem fest. So wird beim Maitlibrunnen wiederum eine grosse Festwirtschaft stehen und an die 20 Produzenten werden an Marktständen zur Degustation von über 100 verschiedenen Weinen einladen. Daneben wird natürlich auch in Sachen Kulinarik so einiges geboten. Das Winzerfest startet wie üblich um 16 Uhr, dieses Mal mit einer Blasmusik und endet gegen 23 Uhr mit einem Auftritt der Ginoboys. «An den bisherigen Ausgaben hatten wir immer perfektes Wetter. Darauf hoffen wir natürlich auch dieses Jahr», sagte Daniel Bauer mit Ausblick auf den August.

Früh entschieden
Das Organisationskomitee um Präsident Hans-Peter Wägeli habe sich schon vor einiger Zeit für eine Durchführung entschieden. Schliesslich schwäche sich die Pandemie seit längerem ab und es sei daher nur «die Frage, unter welchen Bedingungen das Fest stattfindet», so der Präsident. Erwartet werden über den Tag verteilt rund 1000 Besucherinnen und Besucher. Wie Daniel Bauer weiter informierte, werde man sich kurz vor dem Anlass nochmals intensiv mit den zu jenem Zeitpunkt geltenden Vorschriften des Bundesamts für Gesundheit (BAG) auseinandersetzen und entsprechend handeln.

Einlass wohl nur mit Zertifikat
Derzeit sieht es so aus, dass ein Einlass nur für Genesene, Geimpfte und Getestete mit einem Corona-Zertifikat möglich sein wird. «Wir sind uns bewusst, dass dies auch zu Kritik führen kann. Aber wir haben keine andere Wahl und tun dies daher auch nicht freiwillig», erklärt Daniel Bauer. Denn ohne die Kontrolle mit dem Corona-Zertifikat wäre der Anlass laut aktuellen BAG-Vorgaben nur mit einer Sitzpflicht möglich. «Das würde bedeuten, dass weder an Ständen degustiert werden kann, noch dass die Menschen tanzen dürften. Und bei Musik, die ja gerade zum Tanzen anregen soll, wäre das sinnlos».

Hoffen auf weitere Lockerungen
In Stein gemeisselt ist das aber noch nicht, wie Daniel Bauer weiter sagt. Er und das ganze OK hoffen darauf, dass es bis kurz vor dem Fest noch weitere Lockerungen gibt, die den Zugang zum Fest für alle möglich machen. Klar ist aber so oder so: Mit dem Ja zur Durchführung des Winzerfests setzen die Verantwortlichen ein Zeichen und beweisen damit auch Mut.

Michael Anderegg


Der Eintritt wird neu geregelt
Was sich im Vergleich zu den letzten Winzerfesten unterscheiden wird, ist die Sache mit dem Eintritt. Bislang wurden die GenussThur-Weingläser für fünf Franken verkauft. «Neu verlangen wir zehn Franken», sagt OK-Mitglied Daniel Bauer. Wer sein Glas zurückgibt, erhält fünf Franken zurück. «Natürlich können die Besucher die Gläser aber wie gewohnt auch behalten. Etwa als Ergänzung für ihre Sammlung von GenussThur-Gläsern», sagt Bauer.
(mra)