Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 02.06.2021

Einzigartige St. Galler Stickereien in der «Passage»

Frank Alge ist wieder da. Mit seinen St. Galler Stickereien ist er diese Woche wieder auf der Verkaufsfläche im Stockwerk U in der «Passage» anzutreffen. Im Gepäck hat er alles, was das Stickerei-Herz begehrt. So auch Einzelstücke, die so nicht mehr hergestellt werden können.

 

 

Vor der Migros im Einkaufszentrum Passage hat Frank Alge wieder seinen Stand für St. Galler Stickereien aufgestellt. Dies sehr zur Freude der Zentrumsbesucher, bleiben doch immer wieder Leute interessiert stehen und schauen sich um. Wie immer gut gelaunt und bestens informiert über seine Auslage präsentiert Frank Alge bestickte Stoff-Taschentücher, Armbänder, Decken oder Buchzeichen. «Ich freue mich sehr, wieder hier sein zu dürfen», sagte der Unternehmer aus Widnau am Dienstagmorgen.

Raritäten im Sortiment
Neu in seinem Sortiment hat Frank Alge 140- bis 150-jährige Taschentücher, die zu ihrer Zeit 32 Franken kosteten. «Das wären heute um die 300 Franken», erklärt Frank Alge. Diese speziellen Tücher – meist aus feinstem, irischem Leinen – wurden einst von der Oberschicht getragen, zum Beispiel für eine Hochzeit. «Damen nutzten diese teuren Tücher auch gerne, um sich in der Oper abzutupfen, sich zu parfümieren oder sie für einen Herren ihrer Wahl fallen zu lassen», weiss der Fachmann zu erzählen. An die Musterkollektion sei Frank Alge zufällig gekommen, und er ist begeistert: «Für Kenner sind das sehr tolle Stücke. Denn so fein können sie heute gar nicht mehr hergestellt werden». In einem einzigen Tuch finde man fast die ganze Geschichte der St. Galler Stickerei: «In einem Tuch sind gleich mehrere Stick-Techniken enthalten. Teils sogar kombiniert mit einer Weberei-Technik, das ist selten», schwärmt er.

Nochmal zwei Wochen
Wer sich selbst von Frank Alges Sortiment begeistern lassen möchte, hat diese Woche noch bis und mit Samstag die Möglichkeit dazu. Ausserdem kündigte der Stickerei-Fachmann bereits an, dass er in den Sommerferien und auch im Herbst jeweils nochmals für eine Woche in die «Passage» kommen werde.
(mra)