Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 31.03.2021

Interview mit Matthias Küng, Gemeindepräsident von Aadorf

«Ich verstehe nicht, warum von den Einsprechenden nicht zuerst das Gespräch mit uns gesucht wird»

 

 

Welcher Leit- oder Grundsatz begleitet Sie als Gemeindepräsident durch den Alltag?
Während meiner Verwaltungslehre Mitte der neunziger Jahre hiess der Slogan der Zürcher Gemeindeverwaltungen «Im Dienste aller» – dieser begleitet mich noch heute und ich finde ihn immer noch sehr passend.

Welche Herausforderungen stellen sich Ihrer Gemeinde – abgesehen von der Bewältigung der Corona-Krise – in den kommenden Wochen und Monaten?
Aktuell liegen einige Bauprojekte (Tiefbauprojekte, Bachsanierungen etc.) öffentlich auf und diese möchten wir gerne noch in diesem Jahr realisieren. Allfällige Einsprachen können diese Vorhaben leider verzögern. Ich verstehe nicht, warum von den Einsprechenden nicht zuerst das Gespräch mit uns gesucht wird, bevor man eine Einsprache einreicht. Wir sind immer gesprächsbereit und haben ein offenes Ohr.

Wie schätzen Sie die verkehrstechnische Lage Ihrer Gemeinde ein (ÖV und Individualverkehr) und gibt es Verbesserungspotenzial oder -bedarf?
Sehr gut, wir haben mit zwei Bahnhöfen Anschluss an die Eisenbahnlinie Zürich – St. Gallen, eine Postautoverbindung nach Frauenfeld und einen direkten Anschluss an die Autobahn, viel besser geht es nicht. Verbesserungspotenzial sehe ich beim Langsamverkehr und bei der Aufwertung von Strassen- und Freiräumen.

Welche Projekte sind aktuell die Wichtigsten für Ihre Gemeinde?
Die Sanierung des Bahnhofplatzes in Aadorf ist derzeit wohl das wichtigste Projekt. Hier gilt es die unterschiedlichsten Bedürfnisse abzuholen und ein für alle Beteiligten positives Ergebnis zu erzielen. Zudem ist die Sanierung der Schützenstrasse aktuell. Hier gilt es den Terminplan einzuhalten und die Baustellenzeit möglichst gefahren- und unfallfrei durchzubringen.

Was zeichnet Ihre Gemeinde aus?
Die ausgezeichnete Verkehrslage und die Vielfältigkeit. Unsere Gemeinde ist ein regionales Zentrum und wir haben alles, was es für das tägliche Leben braucht. Eine super Infrastruktur und ein tolles Naherholungsgebiet.

Haben Sie einen Wunsch an Ihre Bevölkerung?
Dass sich die Menschen bei uns wohl fühlen und sich durch die aktuell spezielle Lage nicht runterziehen lassen. Es gibt eine Zeit nach der Corona-Pandemie.

Vielen Dank für das Interview.

Michael Anderegg