Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 10.02.2021

«Die hohe Lebensqualität gilt es zu erhalten»

Peter Schellenberg kandidiert für das Gemeindepräsidium in Matzingen

Peter Schellenberg (57, parteilos) ist der einzige Kandidat als Nachfolger des zurücktretenden Matzinger Gemeindepräsidenten Walter Hugentobler. Ein Anliegen ist Peter Schellenberg der Erhalt der hohen Lebensqualität. Daneben beschäftigt ihn die Situation auf der Hauptstrasse/Rössli-Kreuzung.

 

 


Bis zum Ablauf der Eingabefrist für Kandidaturen für das Gemeindepräsidium in Matzingen ist eine einzige Kandidatur für die Wahl am 7. März eingegangen – jene von Gemeinderat Peter Schellenberg. Im Interview mit der Frauenfelder Woche informiert er, der beruflich als Versicherungsangestellter tätig ist, über die Hintergründe seiner Kandidatur und seine Ziele.

Peter Schellenberg, was hat Sie bewogen, für das Gemeindepräsidium zu kandidieren?
Ich habe grosses Interesse am Gemeindeleben. Alles begann mit meiner Wahl in die Rechnungsprüfungskommission im Jahr 2011, weil mich unter anderem interessierte, wie die Steuergelder eingesetzt werden. Mit der Wahl in den Gemeinderat im Jahr 2019 habe ich zusätzlich Einblick in die politischen Geschäfte erhalten. Nachdem Walter Hugentobler dann seinen Rücktritt angekündigt hatte, entschloss ich mich, als Gemeindepräsident zu kandidieren.

Sind Sie überrascht, dass es keine Kampfwahl gibt?
Nein. Ich denke, es besteht ein anspruchsvolles Anforderungsprofil mit Punkten wie Finanzkenntnisse und Führungskompetenz. Das erstgenannte habe ich wegen meiner langjährigen RPK-Tätigkeit und das zweite, weil ich stets Führungspositionen inne hatte. Und auch Einsätze am Abend und an Wochenenden sind für mich selbstverständlich.

Können Sie das 80-Prozent-Pensum als Gemeindepräsident gut mit der beruflichen Tätigkeit verbinden?
Beides miteinander geht nicht. Ich werde die Tätigkeit als Versicherungsangestellter deshalb aufgeben und mich voll auf die Tätigkeit als Gemeindepräsident konzentrieren. Dieses ist zwar nur mit 80 Prozent definiert, es warten aber viele zusätzliche Aufgaben, die das Pensum problemlos füllen werden.

Als Gemeinderat kennen Sie die politische Arbeit bestens. Wo wollen Sie Schwerpunkte in Ihrer Tätigkeit setzen?
Ein zentrales Anliegen ist mir die Führung und Förderung der Mitarbeitenden. Wir haben immer wieder Wechsel auf der Gemeindeverwaltung und ich möchte hier Stabilität hinein bringen.

Gibt es Nachholbedarf in Matzingen?
Nein, ich denke, Matzingen ist gut aufgestellt. Der Gemeinderat konnte in den letzten Jahren gemeinsam mit der Bevölkerung einen Schritt nach vorne machen. Der grösste Brocken war sicher der Entscheid für die Zusammenführung der Gemeindeverwaltung in der Luderscheune.

Wo werden in der Zukunft die grössten Herausforderungen liegen?
Im Vordergrund steht der Erhalt der hohen Lebensqualität. Neben der guten Verkehrslage und dem intakten Naherholungsgebiet tragen auch Freizeiteinrichtungen wie die Minigolf- sowie die Tennis-Anlage dazu bei. Daneben gilt es aber, das Problem mit dem Verkehrsknotenpunkt Rössli-Kreuzung, wo auch noch die Frauenfeld-Wil-Bahn eine entscheidende Rolle spielt, in den Griff bekommen. Ausserdem liegt mir das Gewerbe sehr am Herzen, also Themen wie Erhalt der Arbeitsplätze im Dorf und Lehrlingsausbildung. Zudem werden wir uns im Rahmen der Ortsplanungsrevision entscheiden müssen, wie sich Matzingen längerfristig entwickeln soll. Es gibt also einiges zu tun.


Interview: Andreas Anderegg