Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 29.07.2020

Doch ein Grund zum Feiern

Mit den Sommerferien hat für viele die schönste Zeit des Jahres eben erst begonnen, nun naht auch bereits wieder deren Ende. Aber halt, vorerst feiern wir Schweizer am 1. August noch den Geburtstag unseres Landes. Dieser steht diesmal aber in einem besonderen Licht da, denn der Corona-Virus, der seit März unseren Alltag fest im Griff hat und alles und jedes mit seiner Anwesenheit beeinträchtigt, hat auch tiefe Furchen ins Tummelfeld unserer liebgewonnenen Traditionen gezogen. So wurde der Grossteil der Feiern zum Geburtstag der Nation abgesagt.

 

 

Im Gegenzug wird allerdings die Zahl der Feiern im kleinen, persönlichen Rahmen schlagartig in die Höhe schnellen. Offene Weinkeller (Seite 15), Brunch auf dem Bauernhof und Feiern im Restaurant (Seite 20) sind Möglichkeiten. Aber auch Feiern in der Nachbarschaft bieten die Chance, Beziehungen bewusst zu pflegen. So gesehen kann man der Feier zum 1. August in diesem Jahr durchaus auch etwas Positives abgewinnen. Zusammenrücken also – selbstverständlich mit Abstand – und nicht teilnehmen am Wettlauf, wer die grösste, prächtigste und glanzvollste Feier hat. Aus dieser Perspektive betrachtet haben die Leitplanken für die Art und Weise, wie der Nationalfeiertag in diesem Jahr zelebriert wird, also durchaus auch einen positiven Aspekt.


Andreas Anderegg