Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 01.07.2020

«Nur schnell ...»

«Nur schnell …» kann bei sommerlichen Temperaturen rasch zu einer Todesfalle für Kinder oder Tiere werden.

 

 

Dann nämlich, wenn man seinen Sohn, seine Tochter oder den Hund «nur schnell» im Auto zurücklässt. Sei es, weil das Kleine im Kindersitz schläft und man die Einkäufe ins Haus räumen will oder man schnell in die Apotheke huschen und etwas holen will. Tun Sie das nicht! Denn auch wenn Sie sich jetzt denken, ich vergesse doch mein Kind oder meinen Hund nicht: Jedes Jahr liest man von diversen Fällen und Menschen, denen genau das passiert ist, mit meist tragischem Ausgang.
Man darf sich nichts vormachen: Leicht geöffnete Fenster bringen überhaupt nichts. Denn das Innere eines Autos erhitzt sich sehr schnell und sehr intensiv. Die Kantonspolizei Thurgau hat dazu kürzlich eine Meldung veröffentlicht (Seite 8), inklusive einer Hitzetabelle. So beispielsweise erhitzt sich das Innere des Autos bei 26 Grad Aussentemperatur innerhalb von 10 Minuten auf 33 Grad, nach 30 Minuten auf 42 Grad und nach einer Stunde sogar auf 52 Grad. Bei einer Aussentemperatur von 34 Grad, bei uns im Hochsommer keine Seltenheit, erreicht die Innentemperatur nach 60 Minuten eine Temperatur von 60 Grad. Somit sitzt das Kind oder der Hund dann in einer Sauna. Also immer auf Nummer sicher gehen und Kind oder Hund aus dem Auto ausladen. Auch wenn die Erledigung «nur kurz» dauert. Man kann sich dabei ja auch an den eigenen Kindern orientieren, indem man sich ins Gedächtnis ruft, wie lang deren «nur schnell» dauert wenn man etwas von ihnen will.


Michael Anderegg

 

 

«Nur schnell ...»