Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 01.07.2020

Note 6 für Lara Scheppach mit «Fast Fashion»

Höchstnote für Lara Scheppach für die Projektarbeit zum BMS-Abschluss

Lara Scheppach hat mit ihrer Projektarbeit «Fast Fashion» zum Abschluss der Berufsmittelschule die Note 6 erzielt – die Berufsschule in der Ausbildung zur Polygrafin bei Genius Media AG schliesst sie mit der Note 5,5 ab. Nach einem Zwischenjahr will die 19-Jährige an der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich ein Studium beginnen.

 

 

Die Höchstnote 6 hatte Lara Scheppach für ihre Projektarbeit im Bereich «Gestaltung & Kunst» erhalten, die den Namen «Fast Fashion» trägt.
«Fast Fashion» ist ein Geschäftsmodell der Textilindustrie und des Textilhandels, bei dem die Kollektionen laufend geändert werden, damit die Kunden die Verkaufsflächen immer wieder aufsuchen. Durch Auswerten von Abverkaufsdaten und schneller Reaktion auf diese (Quick Response) kann der Umsatz weiter erhöht werden. Darunter leiden die Kleidernäherinnen, Baumwollbauern und später auch die Umwelt. Der Durchnittseuropäer kauft 20 kg Kleider und Schuhe pro Jahr, wovon rund 30 Prozent der Kleider seit einem Jahr nicht getragen werden. In ihrer Projektarbeit dokumentiert Lara Scheppach deshalb auch nachhaltige Alternativen und gestaltete unter anderm ein geniales Logo für «Fair Fashion».
Für ihre Projektarbeit hat die junge Berufsfrau, deren äusseres Markenzeichen blonde Locken sind, auch 500 Franken als Prämie von der Stiftung Jugendförderung Thurgau erhalten. Darüber hinaus beendet Lara Scheppach die Berufsschule mit der Note 5,5 ebenso gut, was die Auszeichnung des Kantons für die Berufsmaturität dokumentiert. Besser kann man gar nicht ins Berufsleben starten!

Flair fürs Gestalten
Zeichnen und Gestalten begeistern Lara Scheppach seit ihrer Kindheit und deshalb suchte sie sich eine Lehrstelle in einem Beruf, in dem sie ihre Vorlieben ausleben kann. Über die Berufsberatung wurde sie damals auf die Firma Genius Media AG aufmerksam. «Ich durfte hier zuerst eine Schnupperlehre absovieren und fühlte mich sofort sehr gut aufgehoben. Das ist bis heute so, wir haben ein tolles Team», sagt sie und lächelt. Mit Beginn der Lehrzeit im Herbst 2016 begann für sie auch eine intensive Reisezeit, denn Lara Scheppach wohnt mit ihren Eltern in Winterthur und pendelt seither mit der Bahn zwischen Winterthur und Frauenfeld. Im Herbst 2017 startete Lara Scheppach berufsbegleitend mit der Berufsmittelschule.
Bereits hat sie auch die «Zeit danach» klar umrissen. Bis Ende Jahr wird die junge Berufsfrau noch bei Genius Media tätig sein, anschliessend nimmt sie sich eine Auszeit. Im Herbst 2021 folgt dann ein Studium an der Zürcher Hochschule der Künste – «ich bin gespannt, was mich dort erwartet», sagt Lara Scheppach. Diese Hochschule in Zürich ist mit über 2000 Studierenden die grösste Kunsthochschule der Schweiz.

(aa)