Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 11.03.2020

Fertig lustig

Damit hat nun wirklich niemand gerechnet. Der Name Corona, bis vor kurzer Zeit noch den allermeisten Menschen als Biermarke bekannt, hat die ganze Welt im Griff. Und das im wahrsten Sinne des Wortes – schliesslich werden die Menschen angewiesen, einander die Hand nicht mehr zu schütteln – um das Übertragungsrisiko einzuschränken.

 

 

Was in der westlichen Welt als Zeichen von Anstand, Sympathie oder auch Verbundenheit gegolten hat, ist nun unvermittelt nicht mehr erwünscht. Offensichtlich sind einige Zeitgenossen deshalb dazu übergegangen, sich statt der Hände die Füsse zu geben. Allerdings soll es dabei wegen schlecht gesteuertem Shake-Feets – eben statt Shake-Hands – auch schon blaue Flecken und Stürze gegeben haben.
Der Verzicht auf eine Begrüssung per Handschlag hat aber längst nicht nur negative Seiten. Denn dadurch bietet sich der Modewelt die grosse Chance, den einst omnipräsenten Herrenhüten zu einem Comeback zu verhelfen. Immerhin ist das Heben des Hutes ja ein weit verbreitetes Zeichen zur Begrüssung. Ebenfalls ein nicht allzu negativer Aspekt des Corona-Virus ergibt sich bei der Begrüssung von Personengruppen. Bisweilen hat es in diesen Gruppen oftmals ja auch Individuen, denen man partout nicht die Hand schütteln möchte. Dieses Problem hat sich nun von selbst gelöst.

Andreas Anderegg