Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 04.03.2020

Logistisches Meisterstück

130 Patienten wurden in kürzester Zeit in Kantonsspital-Neubau verlegt

Der Neubau beim Kantonsspital Frauenfeld wurde in Rekordzeit bezogen. Innerhalb von gerade Mal fünfeinhalb Stunden wurden die 130 stationären Patienten etagenweise vom Altbau in den Neubau verlegt. Der gesamte Umzug wird am kommenden Montag abgeschlossen.

 

 

Projektmitarbeiter Sarper Gözmen und Dieter Kjer (Leiter Spezialbereiche) sind die Organisatoren der grössten Patientenverlegung, die es im Kantonsspital Frauenfeld auf einen Schlag je gegeben hat. Im vier-Minuten-Takt wurden am vorletzten Samstag die 130 stationären Patienten etagenweise vom Altbau in den Neubau verlegt. Die 15 Dreierteams – eine Pflegeperson für die Betreuung und zwei Zivilschützer für den Transport – benötigten für einen Weg rund 20 Minuten. Die Zimmer im Altbau wurden dabei von unten nach oben freigemacht. Gesamthaft halfen rund 50 Mitarbeitende beim Umzug mit, der nach knapp fünfeinhalb Stunden inklusive Mittagspause abgeschlossen war.

Gute Vorbereitung
Sarper Gözmen nannte die gute Vorbereitung inklusive Planung als Grund für das ausgezeichnete Gelingen des Bezugs, Dieter Kjer seinerseits war insbesondere froh, «dass auch die mittlerweile doch ziemlich alte Liftanlage mitgemacht hat. Das ist nicht selbstverständlich, ist sie doch seit über 20 Jahren in Betrieb», wie er sagte. Gerade wegen der in die Jahre gekommenen Technik wurde auch ein Notfallszenario entworfen (das aber glücklicherweise nicht beigezogen werden musste). Schliesslich ging es unter dem Strich vor allem um eines – den Patientinnen und Patienten die grösstmögliche Sicherheit bieten zu können – «was glücklicherweise erreicht werden konnte», wie Kjer weiter sagte.

Lob vom Spitaldirektor
Bei der Umzugsaktion waren auch Lifttechniker vor Ort, die allerdings nicht zum Einsatz kamen. Spitaldirektor Norbert Vetterli war denn auch sichtlich froh über den problemlosen Bezug der neuen Patientenzimmer und dankte allen Beteiligten für den Einsatz – allen voran den beiden Organisatoren Sarper Gözmen und Dieter Kjer.

Rückbau Bettenturm ab November
Aktuell nun werden sämtliche Räume im Altbau vollständig geräumt, am kommenden Montag soll alles leer sein. Bis dann wird auch Spital­direktor Norbert Vetterli vom Büro im Stock Q des Hochhauses in sein neues Büro im Südtrakt umgezogen sein. Der Rückbau des alten Bettenturms beginnt im November. Er wird bis auf die Höhe des Sockelgeschosses abgebrochen, anschliessend werden die verbleibenden drei Geschosse umgebaut und in den Betrieb integriert. Die gesamten Bauarbeiten werden in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Coronavirus und Umzug
Nicht tangiert wurde der Bezug des Neubaus vom Coronavirus, der die Öffentlichkeit seit einigen Tagen bewegt. Denn der Umzug erfolgte am vorletzte Samstag und damit vor dem Auftreten des Virus in der Schweiz. Mittlerweile wurden aber auch im Kantonsspital umfangreiche Massnahmen zum Schutz vor dem Virus getroffen, um die Risiken für eine Weiterverbreitung so gering wie möglich zu halten.

Andreas Anderegg

 

 

Logistisches Meisterstück

 

 

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