Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 23.01.2020

«Was wir erreichen konnten, ist das Resultat von Teamwork»

Interview mit Werner Künzler, Gemeindepräsident von Felben-Wellhausen

 

 

Sie sind seit über zwölf Jahren Gemeindepräsident. Was war Ihr schönster Erfolg in dieser Zeit?
Ich habe keinen persönlichen Erfolg im Fokus, denn alles, was wir in den letzten Jahren erreichen konnten, war das Resultat eines guten Teamworks. Wenn immer möglich versuche ich es unter dem Motto: «Rede mitenand, denn finde mir sicher e Lösig.»

Was für ein Bauwerk würden Sie in Felben-Wellhausen gerne noch realisieren, wenn es keine finanziellen oder andere Einschränkungen gäbe?
Für den Dorfteil Felben wäre es der Autobahn-Halbanschluss Felben/Pfyn, welcher den Durchgangsverkehr sicher vermindern würde und auch positive, d.h. entlastende Auswirkungen auf den Tower-Kreisel von Frauenfeld hätte.

Laufen die Arbeiten für die Überbauung Dorfzentrum nun plan­gemäss?
Ja, nach der Kreditsprechung durch die Gemeindeversammlung vom
10. Dezember 2019 hat der Vorstand der Genossenschaft Dorfzentrum nun die letzten Vorbereitungen für den Baubeginn in Angriff genommen.

Was hätte im letzten Jahr besser laufen können? Womit sind Sie zufrieden?
Verschiedene Planungsarbeiten laufen nicht so rasch ab, wie das früher möglich war. Die Regulierungsflut hat uns nun definitiv im Griff, was vor 25 Jahren noch mit einem einfachen Verfahren erledigt werden konnte, muss heute mit Formularen und Bewilligungen von verschiedenen Stellen geregelt werden.
Wir sind mit unserem Glasfasernetz einen entscheidenden Schritt weitergekommen, sodass wir in absehbarer Zukunft ein flächendeckendes Netz zur Verfügung haben werden.

Was sind Ihre Ziele für die nächste Legislaturperiode?
Die Überarbeitung des Zonenplans wird im Zusammenhang mit weiteren Planungsarbeiten, welche wir mit den Agglomerationsgemeinden Frauenfeld und Gachnang gemeinsam erarbeiten müssen, eine Hauptaufgabe sein, die aber verschiedene Ziele beinhaltet.

Was schätzen Sie besonders an Felben-Wellhausen?
Wir sind trotz grossem Wachstum immer noch ein überschaubares Dorf, das viele Qualitäten hat. Verschiedene Einkaufsmöglichkeiten und gute Restaurants ermöglichen die Versorgung unserer Bevölkerung, dazu kommen innovative Betriebe mit guten Arbeitsplätzen, und trotzdem sind wir sehr nahe der Stadt, welche wir mit dem ÖV gut erreichen können. Was mich und auch sehr viele Einwohnerinnen und Einwohner freut, ist die Nähe zur Thur oder zum Wellenberg, unserem Naherholungsgebiet.

Besten Dank für das Interview.

Miriam Waldvogel

 

 

«Was wir erreichen konnten, ist das Resultat von Teamwork»