Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 15.01.2020

Oh wie wunderschön

Bisher war das zum Silvester so, dass man sich für das neue Jahr gewisse Vorsätze auferlegte, die man meist nicht erfüllen konnte. Jetzt ist man diese Sorge endlich los. In der vorletzten Ausgabe der SonntagsZeitung sagt der Deutsche Hirnforscher Gerhard Roth: «Vergessen Sie Neujahrs-Vorsätze – sie funktionieren nicht.»

 

 

Das ist eine erfreuliche Nachricht. Das heisst nichts anderes, als dass ich tun und lassen kann, was ich will und nicht mehr unter Zugzwang stehe, mich verändern zu müssen. Wer nicht mehr rauchen wollte, kann es mit ein bisschen weniger versuchen. Das gleiche gilt beim Essen und beim Alkohol. Und möglicherweise ist ab und zu eine Runde mit leichtem Jogging angesagt. Klappt das alles nicht, geht das Leben normal weiter.
Ich sitze bei schönem Wetter auf das Velo, aber nur, wenn kein Wind weht. Ab sofort muss ich mir laut Neurobio-loge Roth keinen Vorwurf mehr machen, wenn ich ein paar weitere Tage warte, bis das Wetter angenehmer wird. Vielleicht ist es dann schon Frühling. Das ist laut Gerhard Roth kein Problem: «In einem Jahr kann man Veränderungen schaffen».

Ruedi Stettler