Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 24.12.2019

Grosser Rückhalt für Füllstation

Frauenfelder Verein startet Crowdfunding erfolgreich

Die Füllstation Frauenfeld hat zum Ziel, eine plastikfreie, nachhaltige Einkaufsalternative für die Bewohnerinnen und Bewohner zu bieten (FW vom 4. Dezember 2019). Um das Ladenlokal mitten im Herzen der Hauptstadt eröffnen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen: Das Crowdfunding startete vielversprechend.

 

 

Fünf Frauen, eine Vision: So die Kurzfassung des gemeinnützigen Vereins namens Füllstation Frauenfeld. Die gemeinsame Vision ist der erste Unverpacktladen für die Thurgauer Hauptstadt, der das Einkaufen nachhaltiger Produkte ohne Plastik und in individueller Menge ermöglicht. Um die Füllstation zu eröffnen, braucht der Verein ein Startkapital, das seit gut zwei Wochen mittels Crowd­funding angestrebt wird. Auf der Plattform Crowdify sammelte das Projekt dank diversen Gönnerinnen und Gönnern bereits viel Geld.

Erfolgreicher Kampagnenstart
Nach nur zwei Wochen Laufzeit spendeten 136 Personen einen Gesamtbetrag von gut 14 000 Franken, was fast der Hälfte des angestrebten Betrages von 30 000 Franken entspricht. Auf Crowd­ify bietet die Füllstation den Gönnerinnen und Gönnern sogenannte Goodies; ein Geschenk, das optional gegen eine Spende eingelöst werden kann. Besonders beliebt waren Goodies wie der «Ölkannen-Pate», bei welchem eine der im künftigen Laden benutzte Ölkanne nach dem Spender, der Spenderin benannt wird. Bereits nach kurzer Zeit war das Geschenk vergriffen.

Effort weiter hochhalten
Der erfolgreiche Start kommt für die Initiantinnen unerwartet, obschon der Zuspruch der Frauenfelderinnen und Frauenfelder gross ist, wie der Tag der offenen Baustelle zeigte: Die Initiantinnen, das Team des neu entstehenden Bistros Hansi sowie Architekt Gabriel Müller empfingen am 7. Dezember Interessierte an der Thundorferstrasse 18: Hier, im historischen Trompetenhüsli, das auf den zweitältesten noch erhaltenen Grundmauern der Stadt steht, soll das Projekt realisiert werden. «Der Ansturm war gross! Es entstanden angeregte Gespräche und tolle Begegnun­gen», freut sich Corina Pleisch, Gründungsmitglied und Geschäftsführerin ihres eigenen Unverpacktladens in Hüttwilen. Für die Gründerinnen ist jedoch klar, die bereits erhaltenen Spenden sind eine Verantwortung. «Wir verstehen den Rückhalt als Auftrag der Frauenfelderinnen und Frauenfelder, dass sie die Füllstation für Frauenfeld möchten. Deswegen bleiben wir weiter in unserer gesamten Freizeit und an den Wochenenden dran», so Marion Lieberherr, Aktuarin und Gründungsmitglied. Füllstation Frauenfeld, follow us!
Füllstation Frauenfeld

Füllstation Frauenfeld
Der Verein Füllstation Frauenfeld wurde am 15. November 2019 offiziell gegründet. Die Intiantinnen verfolgen das Ziel, im April 2020 im historischen Trompetenhüsli am Marktplatz in Frauenfeld den ersten Unverpacktladen der Hauptstadt zu eröffnen. Die Füllstation Frauenfeld bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, Lebensmittel sowie Haushalts- und Hygieneartikel ohne Einwegverpackung aus ökologischer und sozial nachhaltiger Produktion einzukaufen. Gründerinnen sind Corina Pleisch (37, Vizepräsidentin) aus Hüttwilen, Eliane Hirschi (31, Präsidentin) aus Frauenfeld, Marion Lieberherr (31, Aktuarin) aus Winterthur, Isabelle Zarn (27, PR & Medien) aus Frauenfeld und Yvonne Beerli (52, Kassierin) aus Ellikon an der Thur. Fünf Gründerinnen – eine gemeinsame Vision: ökologisches, faires und unverpacktes Einkaufen in Frauenfeld!

Isabelle Zarn