Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 18.12.2019

Gute Nachrichten

Der Rückblick zum Jahreswechsel ist so unvermeidlich wie «Dinner for One» an Silvester. Gefühlt stolperte die Menschheit auch dieses Jahr von einem Schlamassel ins nächste: Nicht nur das Klima spielte verrückt, sondern auch so mancher politische Strippenzieher.

 

 

Bei allen Schreckensmeldungen, die uns täglich überfluten, könnte man meinen, die Welt balanciere immer näher am Abgrund. Tatsächlich ist die Welt aber nicht schlimmer geworden, sondern besser. Zumindest geht das aus Statistiken hervor, die unseren negativen Einschätzungen widersprechen.
Der Lebensstandard ist insgesamt gestiegen, und die Menschen leben heute gesünder und länger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht mehr arm oder armutsgefährdet.
Damit geht auch ein besserer Zugang zu Elektrizität und Bildung einher: 2018 hatte erstmals mehr als die Hälfte aller Menschen weltweit Zugriff auf das Internet und 120 Millionen Menschen wurden an das Stromnetz angeschlossen. In Ländern mit niedrigem Einkommen besuchen inzwischen 60 Prozent der Mädchen die Grundschule. Rund 80 Prozent der einjährigen Kinder weltweit sind geimpft. Die Suizidrate sank seit 1994 um 35 Prozent, die Lebenserwartung steigt jedes Jahr um zweieinhalb Monate. Auch in der Umwelt gibt es Aufwärtstrends: Gemäss Bundesamt für Umwelt sind die Schadstoffe in der Luft zurückgegangen, und die Zahl der Naturschutzgebiete hat sich in jeder Dekade der vergangenen 20 Jahre verdoppelt. Mehr Fakten, die optimistisch stimmen, finden Sie übrigens im Buch «Factfulness» des Gesundheitsforschers Hans Rosling.
Auch 2020 wird die Welt nicht perfekt sein, aber vielleicht ein bisschen besser. Starten Sie zuversichtlich ins neue Jahr!

Miriam Waldvogel