Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 18.12.2019

Aadorf setzt sich in einem Cup-Krimi durch

Das junge Aadorfer Volleyball-Team traf im Cup auf den letztjährigen NLB-Meister Münchenbuchsee. Das erfreuliche Auswärts-Ergebnis: 2:3 (25:16, 22:25, 31:29, 24:26, 13:15).

 

 

Im ersten Satz machte sich deutlich bemerkbar, dass der VBCA auf die Routiniers und Topskorer Muriel Grässli und Linda Kronenberg verzichten musste. Mit einem ungewohnt hektischen und nervösen Auftritt hatte Aadorf grosse Mühe, mit den Bernerinnen Schritt zu halten. So setzte sich das Heimteam frühzeitig ab und verbuchte den ersten Satz deutlich mit 25:16 für sich.
Ab Satz 2 hatten sich die jungen Aadorferinnen offenbar an die ungewohnte Aufstellungskonstellation gewöhnt. Besonders die 21-jährige Michelle Egger übernahm viel Verantwortung. Die Teams duellierten sich immer mehr auf Augenhöhe. Mit 25:22 glich Aadorf aus.
Was danach folgte ist kaum an Spannung zu übertreffen. So konterte das Heimteam mit wuchtigem Anspiel und stellte Aadorfs Annahme zunehmend vor beträchtliche Probleme. Die Gäste liessen allerdings nicht locker: Mit hervorragender Verteilung am Zuspiel durch die 25-jährige Zora Widmer nutze Aadorf jede Gelegenheit, um dran zu bleiben. Nach mehrfacher Verlängerung und atemberaubenden Ballwechseln beendete Münchenbuchsee den Satz mit 31:29 für sich.
Ähnlich nervenaufreibend gestaltete sich Durchgang Nummer 4. Nachdem beide Teams sich einen ausgeglichenen Schlagabtausch lieferten, waren es zuletzt die Aadorferinnen, die mit spektakulären Aktionen am Block und im Angriff den Gegner fest im Griff hatten. Allmählich gab die Partie zu erkennen, dass die jungen Thurgauerinnen den besseren Tag erwischt hatten. Mit sensationell knappen 26:24 und 15:13 sicherte sich Aadorf den Einzug in die nächste Cup-Runde. Dort werden nebst den verbleibenden NLB-Teams auch die Equipen aus der NLA vertreten sein. Auf wen man trifft, entscheidet das Los. Hoffen ist erlaubt.

Letztes Heimspiel gegen Baden
Am 21. Dezember bestreitet der VBC Aadorf vor heimischem Publikum die letzte Meisterschaftspartie des Jahres und absolviert in diesem Rahmen die zweite Begegnung gegen Kanti Baden. Die Aargauerinnen liegen auf Rang 5 und sind gezwungen, schnellstmöglich weitere Punkte zu ergattern, um noch den Einzug in die Play-Offs (Ränge 1 bis 4) meistern zu können. (rm)