Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 13.11.2019

Regionale Stärken fördern

Verein «Kraftgegend Seerücken-Untersee» gegründet

Auf Mittwochabend, 30. Oktober, luden die Initianten des Projekts «Seerücken-Untersee Kraftgegend» zur Vereinsgründung in den Golfclub Lipperswil. Bereits im Vorfeld hatten mehr als 120 Interessentinnen und Interessenten von privaten Personen über lokale Unternehmen und Gastgeber bis hin zu Gemeinden ihren Beitritt erklärt. Entsprechend gross war auch der Publikumsaufmarsch vor Ort. Roman Ochsner, geistiger Vater des Projekts, konnte rund 70 Gründungsmitglieder und interessierte Gäste begrüssen.

 

 

Projektentwickler Thomas Harder stellte zu Beginn nochmals Motivation und Ziele des Projekts vor: «Der Verein und seine Herkunftsmarke sollen die kantonsübergreifende Gegend Seerücken-Untersee vernetzen und ihr vielfältiges landwirtschaftliches, touristisches, gewerbliches sowie kulturelles Angebot besser bekannt machen und vermarkten.» Den anwesenden Gründungsmitgliedern zeigte er auf, wie sie in Zukunft direkt profitieren können: «Mit der geplanten Kraftgegend-Vorteilskarte sollen sie Zugang zu exklusiven Angeboten und Vorteilen erhalten.» Die Marken-Nutzer, welche die Vorzüge anbieten, sollen umgekehrt ein Kundenbindungsinstrument erhalten. Art und Umfang der Kraftgegend-Vorzüge werden von den mitmachenden Produzen­ten, Dienstleistern, Restaurants, Museen, Kulturanbietern und Event-Organisatoren selbst festgelegt.
Im formellen Teil der Veranstaltung wurden nach dem Gründungsbeschluss die Statuten verabschiedet und wichtige Vereinsämter besetzt. Roland Werner aus Tägerwilen wurde zum Präsidenten gewählt. In den Vereinsvorstand gewählt wurden Daniel Anderes vom Lilienberg Unternehmerforum, Peter Aschmann von Aschmann Land- und Umwelttechnik, Raumplaner Christoph Brugger vom bha team, Unternehmer Martin Farner aus Stammheim, der über die Region hinaus bekannte Musiker Daniel Felber, Landwirt Philipp Hanhart aus Diessenhofen, Direktor Martin Huber vom Arenenberg, Initiant Roman Ochsner aus Fruthwilen, Liselotte Jörg von der Chäsi Pfyn, Ewa Kressibucher von der Naturoel AG, Bernhard Müller als Leiter der regionalen Entwicklung im Arenenberg, Biologe Mathis Müller aus Pfyn, Immobilienentwickler Stefan Rüttimann und der Metzger Markus Würmli. Zusammen mit den ebenfalls gewählten Mitgliedern der Marken-Kommission werden sie in den nächsten Monaten den operativen Teil des Vereins aufbauen.
Ein zentrales Element der Initiative ist das qualifizierte Herkunftslabel, das allen interessierten Anbietern in der Gegend offensteht, vom Gemüsebauer bis zum Wellnesshotel. Durch das Label sollen die ausgezeichneten Produkte und Angebote der Gegend verknüpft werden und so mehr Präsenz bekommen. Angebote und Produkte mit dem Label zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Perimeter der Seerücken-Untersee geschaffen werden, typisch sind für die Gegend, eine hohe Qualität aufweisen und sorgfältig sowie ressourcenschonend hergestellt werden.
Von den anwesenden Gründungsmitgliedern wurden verschiedene Fragen zur konkreten Umsetzung der Marke gestellt. Die beiden frisch gewählten Mitglieder der Marken-Kommission, Thomas Harder von Swiss Brand Experts und Vereinspräsident Roland Werner, konnten in vielen Punkten zusätzliche Klarheit schaffen. Einige Fragen mussten vorerst offengelassen werden und fliessen als Aufgabenstellungen in die nun anstehenden Entwicklungsarbeiten ein. Harder und Werner kündigten an, dass sie die derzeit noch ausstehenden Festlegungen auf der Grundlage von Gesprächen mit den zukünftigen Lizenznehmern vornehmen wollen.
Auch beim Budget möchte Werner zunächst die weiteren Entwicklungen abwarten. Dank der grosszügigen Anschubfinanzierung von Initiant Roman Ochsner in den letzten Monaten, die an der Gründungsversammlung spontanen Applaus auslöste, ist Werner aber zuversichtlich, die ersten Produkte unter der neuen Marke «Seerücken-Untersee Kraftgegend» bereits im Frühjahr 2020 lancieren zu können.

Geschäftsstelle geplant
Damit dies möglich wird, soll Anfang 2020 eine Geschäftsstelle eingerichtet werden, die zusammen mit dem Projekt wachsen soll. Sie wird die Marke aufbauen und ihre Produkte vermarkten. Werner liess durchblicken, dass es für diese Aufgabe bereits Interessenten gibt. Im Vordergrund steht bis dahin aber die Gewinnung von neuen Mitgliedern, die ihre Produkte und Leistungen mit der Marke auszeichnen, das Projekt ideell und finanziell unterstützen oder die Gegend besser kennenlernen und sich vernetzen wollen. Die spontanen Neuanmeldungen sowie die angeregten Gespräche während des Apéros deuten darauf hin, dass der Verein dabei auf gutem Weg ist. (zvg)

www.kraftgegend.ch