Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 23.10.2019

Prickelnde Stimmung bis zum Schluss

Impressionen aus dem Wahlzentrum zu den National- und Ständeratswahlen

Knapp fünf Stunden nach Eröffnung des Wahl- und Informationszentrums im Neubau der Kantonsschule wurden am Sonntag kurz vor 17.30 Uhr die Ergebnisse bekannt gegeben. Grosser Jubel herrschte bei den Grünen, die den Sitz der FDP erobern konnten.

 

 

Ab Eröffnung des Wahl- und Informationszentrums im Kanti-Neubau um 12.30 Uhr trafen die politisch Interessierten wie auch die Protagonisten des Wahlgangs zwar nur zögernd ein, gleichwohl füllte sich der Raum laufend. Bei der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung um 14.10 Uhr ging ein Raunen durch den mittlerweile gut gefüllten Raum.

Grüne Partei übernimmt FDP-Sitz
Dies weil Bettina Kunz vom Informationsdienst des Kantons aufgrund der Momentanaufnahme den Verlust des einzigen FDP-Mandats an die Grüne Partei bekannt gab. Gleichzeitig konnte die SVP ihre drei Sitze halten, die CVP und die SP ihr Mandat ebenfalls. Diese Konstellation änderte sich auch nach Auswertung von 46 der insgesamt 80 Thurgauer Gemeinden nicht, wie die Präsentation der zweiten Hochrechung gegen 15.30 Uhr zeigte. Und das blieb bis zum Schluss so, womit die Grüne Partei Thurgau nach vielen Jahren wieder in den Nationalrat einziehen wird. Der Jubel im Wahlzentrum auf der einen Seite vermischte sich mit Enttäuschung und langen Gesichtern auf der anderen Seite.

3 SVP, je 1 SP und CVP
Die stärkste Vertretung aus dem Thurgau im Nationalrat bleibt die SVP, deren drei Sitze von den Bisherigen Diana Gutjahr und Verena Herzog sowie dem neu gewählten Weinfelder Manuel Strupler besetzt werden. Ihre Mandate verteidigen konnte die SP mit ihrer Amtsinhaberin Edith Graf-Litscher und die CVP mit Amtsinhaber Christian Lohr, derweil die FDP den Sitz von Hansjörg Brunner eben an die Grüne Partei – namentlich an Kurt Egger – verlor.

Ständerat rasch alles klar
Schon früh klar war hingegen, wer bei den Ständeratswahlen das Rennen macht. Von Anfang an marschierte Brigitte Häberli Koller (CVP) im Wahlbarometer vorne weg, an zweiter Stelle folgte – ebenfalls mit grossem Abstand auf die Mitkonkurrenten – Regierungsrat Jakob Stark (SVP). Dieses Bild bliebt bis zum Schluss unverändert und auch das absolute Mehr wurde locker übertroffen. 

Andreas Anderegg

 

 

Prickelnde Stimmung bis zum Schluss