Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 10.04.2019

Military auf der Allmend war ein voller Erfolg

Die «Krone der Reiterei» auf der Grossen Allmend in Frauenfeld lockte 220 Teilnehmer (auch aus Deutschland und Österreich) an. Viel fachkundiges Publikum marschierte in der Gelände-Prüfung von Hindernis zu Hindernis, um hautnah dabei sein zu können. Die Concours-Complet-Saison wurde bei schönem Wetter und idealen Bedingungen eröffnet. OK-Präsident Clemens Santschi (Pfyn) durfte zufrieden feststellen: «Es hat eigentlich alles geklappt und wir werden ziemlich sicher auch im nächsten Jahr wieder eine Military durchführen.»

 

 

Frauen-Power auf der Grossen Allmend
Die Military-Prüfungen in Frauenfeld mit 220 Teilnehmern auf der Grossen Allmend – mit einer satten Preissumme von 10 000 Franken –boten den zahlreichen Zuschauern hochstehenden Reitsport.
Auffallend an dieser interessanten Pferde-Veranstaltung war, dass speziell die Frauen zeigten, was sie so alles drauf haben. Die internationale Prüfung sah eine in der Szene bestens bekannte Reiterin ganz vorne, die Deutsche Anna-Katharina Vogel auf Quintano. Den Titel einer Schweizer Meisterin holte sich bei den jungen Reitern Ladina Ammann aus Riedt bei Neftenbach auf Fly in Sunset. Platz drei ging an die Thurgauerin Desirée Schmidt aus Neuwilen mit Game Boy.
OK-Präsident Clemens Santschi, er betreibt in Pfyn eine Sattlerei, durfte nach den zwei Tagen eine wirklich positive Bilanz ziehen: «Tolles Nennergebnis mit 220 Pferden, tolles Wetter mit besten Bedingungen, starke Leistungen und gute Stimmung. Auch die Teilnehmer zeigten sich sehr zufrieden mit unserem Anlass.» Was sagen eben diese Aktiven zur Military in Frauenfeld? Ein routinierter Aargauer lobt: «Das Gelände ist natürlich ganz fantastisch und das OK hatte alles im Griff.» Zur gleichen Frage kam von einer jungen Westschweizerin, obwohl sie eher weiter hinten klassiert war, nur ein Wort: «Formidable.»
Auch zuhinterst auf dem weitläufigen Gelände waren die Zuschauer per Livestream mit Bildern auf der Grossleinwand und einem kompetenten Speaker bestens informiert. Man spürte bei einem Rundgang rasch, es sind viele fachkundige Besucher da. Als Laie fand man eine Dressur gelungen, wogegen der daneben stehende Nachbar schon mitten in der Prüfung plötzlich stöhnte: «Oh, diese Passage ist aber nicht korrekt vorgetragen worden.» Auch bei den Springen merkte man, da sind Kenner am Werk: «Da hat die Reiterin die Distanz zum Sprung völlig falsch eingeschätzt, darum diese Verweigerung.» Vielfältig waren die Kommentare bei der Geländeprüfung: «Viel zu schnell unterwegs, das gibt am Schluss Fehler; wenn diese Reiterin nicht bald einen Zacken zulegt, wird es knapp mit der Zeit; so schräg darf man ein so massives Hindernis nicht anreiten.»
Auch zahlreiche Reiterinnen gaben während dem Einsatz in der Gelände-Prüfung ihren Pferden öfters eine Hilfestellung: «Ufpasse, es chunt än Wäg; Achtung, jetzt gömer is Wasser; chum nomol, isch bald fertig.»
Das internationale Vielseitigkeits-Turnier der Reiter in Frauenfeld (daneben gibt es einen solchen Anlass in der Schweiz nur noch in Lausanne) hat wohl alle Ansprüche bestens erfüllt. Und OK-Präsident Clemens Santschi blickt bereits voraus: «Mit grösster Wahrscheinlichkeit werden wir auch im nächsten Jahr wieder eine Military organisieren.»

Ruedi Stettler

Ranglisten: www.miltary-frauenfeld.ch