Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 27.02.2019

Jung und Alt auf die Strasse!

Stadtrat direkt

Kürzlich sagte mir eine interessierte Stimmbürgerin, Frauenfeld sei anscheinend überaltert. Worauf ich wissen wollte, weshalb sie diesen Eindruck habe. Sie meinte, im Vergleich zu ihrem früheren Wohnort Wil/SG habe es so viele alte Personen – auch mit Rollatoren – in der Stadt und bestimmt hätten wir wegen der Demographie so viele Angebote fürs Alter.

 

 

Im Gespräch erklärte ich, dass die Frauenfelder Altersstruktur etwa im Schweizer Durchschnitt liege, wir auch viele Kinder hätten und die Frauenfelder Seniorinnen und Senio­ren vermutlich dank der aktiven
Alterspolitik sichtbar sind. Kaum zuhause setzte ich mich an den Computer und suchte im Internet nach Zahlen. Mein Mann meinte lachend, «bewirb dich beim Amt für Statistik, immer willst du Tabellen und Vergleiche». Das Ergebnis meiner Recherche: Wil/SG hat 24 000 Einwohner und davon sind 5.4 % über 80 Jahre alt, Frauenfeld mit 25 000 Einwohner hat 5.3 % über 80-Jährige. Im Schweizer Durchschnitt sind es 5.1 %. Meine Erklärung ist also statistisch bewiesen. Jeden Tag sehe ich übrigens viele Kindergärtler, die auf ihrem Schulweg an unserem Haus vorbeilaufen und ich habe den Eindruck, dass wir auch eine junge Stadt sind. Und die Statistik bringt den Beweis: Frauenfeld hatte 2017 mehr Geburten pro 1000 Einwohner (10.7) als der Schweizer Durchschnitt (10.3). Es freut mich, dass Senioren und Kinder unsere Stadt lebendig machen.

Elsbeth Aepli Stettler, Stadträtin