Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Gedenkkonzert für Laurenz Custer

Rathaus Frauenfeld

Am 21. Dezember 2016 starb der als Pianist, Dirigent und Komponist tätige Laurenz Custer. Seinem Wunsch entsprechend findet am kommenden Sonntag, 15 Uhr das Gedenkkonzert im Rathaus Frauenfeld statt.

Der 1930 in Frauenfeld geborene Musiker studierte in Winterthur, Paris, Zürich, Rom und Neapel, u.a. bei Alfred Baum, Max Egger, Karl Matthaei, Marcel Dupré Marguerite Long, Paul Hindemith und Nadja Boulanger. In dieser Zeit nahm er auch an verschiedenen Wettbewerben teil. 1956 gewann er den Rudolph Ganz-Preis in Lausanne, was ihm eine Einladung zum 1. internationalen Klavierwettbewerb in Rio de Janeiro eintrug.
Neben seiner vielseitigen Konzerttätigkeit als Solist mit Orchester und mit Klavierrezitals unterrichtete Laurenz Custer am Konservatorium Winterthur und am Lehrseminar Kreuzlingen. Von 1964 bis 1996 wirkte er zudem als Dirigent des Stadtorchesters Frauenfeld. 1993 wurde er mit dem Anerkennungspreis der Stadt Frauenfeld und 1999 mit dem Kulturpreis des Kantons Thurgau ausgezeichnet.
Der Kompositionsunterricht bei Paul Hindemith war für Laurenz Custer ein prägendes Erlebnis. Sein Œuvre umfasst Klavier- und Kammermusik, Lieder, Chor- und Orgelwerke und Oratorien. Im Gedenkkonzert werden zwei seiner Werke aufgeführt: «Aus Bucolien» (2000) für 2 Klaviere und «Nicaraguanische Fantasie» (2004) für Cello solo. Das Programm wird abgerundet mit Werken von Richard Strauss (Cellosonate, 1. Satz) und Sergei Rachmaninoff (Suite Nr. 2 für 2 Klaviere). Die Interpreten sind Elisabeth Tanner, Johannes Herrmann (Klavier), Gerhard Oetiker (Cello) und das Klavierduo Paola & Adrian Oetiker.

Sonntag, 23. April 2017, 15.00 Uhr
Rathaus Frauenfeld
Eintritt frei
anschliessend sind die Konzertbesucher zum Apéro riche eingeladen

 

 

Daten und Zeiten

23.04.2017
15:00 Uhr