Frauenfelder Woche

Frauenfeld

Vortrag: Ergebnisse des Schweizer Brutvogelatlas

Kantonsschule, Aula

Vorher: Hauptversammlung Thurg. Naturforschende Gesellschaft von 19.00 bis 19.30


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Ergebnisse des Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016 im Thurgau

Peter Knaus, Projektleiter Brutvogelatlas 2013 bis 2016,
Schweizerische Vogelwarte Sempach

Die Feldaufnahmen am neuen Brutvogelatlas 2013–2016 der Schweiz und Liechtensteins sind abgeschlossen. Dank der Unterstützung von über 3000 freiwilligen Ornithologinnen und Ornithologen wurden die Brutvögel in 3100 Stichprobeflächen à 1 km2 systematisch erfasst. Insgesamt haben sie über 400‘000 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Das ist mehr als die Distanz zwischen Erde und Mond. Ziel dieser von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach organisierten Volkszählung der Vögel war es, einen Überblick über den Zustand und den Wandel unserer Vogelwelt seit dem letzten Brutvogelatlas vor 20 Jahren zu gewinnen. Weil Vögel auf vielfältige Lebensräume angewiesen sind, widerspiegelt ihre Situation jene der gesamten Natur und der Landschaft. So hat beispielsweise die Blaumeise seit dem letzten Atlas stark zugenommen und sich in einigen Alpentälern in immer höhere Lagen ausgebreitet. Die Tendenz, immer weiter oben zu brüten, ist auch bei anderen Arten zu beobachten und dürfte eine Folge des Klimawandels sein.
Gemäss dem Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ gibt es auch Besorgnis erregende Tendenzen: Einige früher häufige Vogelarten sind heute vielerorts nur noch schwer zu finden, beispielsweise der Kuckuck. Nebst der Erfassung der aktuellen Brutvogelbestände sind Forschende der Vogelwarte intensiv damit beschäftigt, die Ursachen für die beobachteten Entwicklungen zu eruieren. Darauf basierend werden Lösungsvorschläge entwickelt, die zur Verbesserung der Situation unserer Brutvögel und der gesamten Natur und Landschaft beitragen sollen.

Anschliessend: Apéro

 

 

Daten und Zeiten

28.03.2017
19:45 Uhr