Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 04.10.2017

Parkplatz-Rochade?

Schnelle Park-Problemlösung für die Frauenfelder Innenstadt

Parkieren ist in der Altstadt Frauenfeld ein heikles Thema. Wer hat sich nicht schon einmal geärgert, weil er keinen Parkplatz gefunden hat? Vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind auf unkomplizierte Parkiermöglichkeiten angewiesen – zum Beispiel Karin, wenn sie mit dem Kinderwagen in der Altstadt einkaufen möchte. Oder Hans, wenn er seine gehbehinderte Frau zum Optiker begleitet und mit dem Rollator nur ebenerdige Wege gehen kann.

 

 

Parkplatz mit Hindernissen
Seit Juli 2015 stehen 60 neue Parkplätze im Parkhaus Altstadt (A) zur Verfügung – genutzt werden diese allerdings kaum. Verwunderlich ist das nicht: Die Distanz vom Parkhaus im Untergeschoss des Wohnhauses Promenade zum Meitlibrunnen im Herzen der Altstadt (C) ist vergleichsweise lang und nicht ohne Hindernisse. Dazwischen liegen der Parkhauslift oder die Treppe und drei Türen ohne automatische Öffnung – für Menschen wie Karin oder Hans ein umständliches bis unmögliches Unterfangen. Barrierefreiheit sieht anders aus. Vielen ist das menschenleere, tief gelegene Parkhaus ausserdem zu
«gfürchig». Verschiedene Frauen berichten uns, dass sie nicht dort parkieren, wenn sie an der Anzeigetafel sehen, wie leer das Parkhaus ist.

Oberirdisches Parkieren bietet Vorteile
Die Stadtentwicklung sieht vor, verstärkt auf unterirdisches Parkieren zu setzen. Die Flächen der ebenerdigen Parkplätze sollen künftig anders genutzt werden. Am Beispiel Parkhaus Altstadt wird ersichtlich, dass oberirdische Parkplätze jedoch auch Vorteile bieten. Gerade Kurzzeitparkierer und Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator wünschen sich schnelle, unkomplizierte Wege.

Vorschlag: Der Konviktparkplatz sollte öffentlich werden
Es gäbe eine einfache Lösung, mehr solcher ebenerdiger Parkplätze zu schaffen: Der Konviktparkplatz (B)
ist aktuell von Montag bis Freitag, von 7 bis 17.00 Uhr für Mitarbeitende des Kantons reserviert. Wenn diese Parkplätze hinter der Kantonsbibliothek in das Parkhaus Altstadt verlegt würden, wären sofort 60 ebenerdige Parkplätze verfügbar.

Parkhaus Altstadt: Ideal für Kantonsmitarbeiter
Ein Tausch des Konviktparkplatzes mit dem Altstadtparking würde den kantonalen Mitarbeitenden ebenfalls Vorteile bringen: Sie würden vom ausgegliche­nen Klima im Parkhaus profitieren; Hitzestau oder Eiskratzen wären kein Thema mehr. Verfügbare Parkplätze sind durch eine oberirdische Anzeigetafel erkennbar. Da den Kantonsangestellten kein eigener Parkplatz zusteht, würde ihre Suche nach einem freien Parkplatz mit dieser Lösung vereinfacht werden.

Abgestufte Parkierzeiten
Die maximale Parkierdauer auf dem Konviktparkplatz sollte idealerweise drei oder vier Stunden betragen. Damit wäre zum Beispiel ein Coiffeur-Termin mit anschliessendem Kaffee problemlos möglich. Eine Abstufung der Parkzeiten in der Altstadt wäre sinnvoll: maximal eine Stunde Parkdauer in der Begegnungs­zone / Freie Strasse, maximal zwei Stunden entlang der Markt-Promenade und eben maximal drei oder vier Stunden auf dem Konviktparkplatz.

Last but not least: das Finanzielle
Kantonale Mitarbeitende bezahlen Fr. 32.– monatlich für eine Parkkarte. Dieser Betrag würde dem Parkhaus Altstadt jährlich 23 000.– Franken einbringen. Angesichts von 60 aktuell überwiegend leeren Parkplätzen ein schöner Batzen – im Vergleich zu fast nichts…

Samuel Zurbuchen