Frauenfelder Woche

Frauenfeld · 07. März 2017

Interview mit Ulrich Marti Gemeindepräsident von Herdern

Welche aktuellen Projekte haben obere Prioritäten?

 

Interview mit Ulrich Marti Gemeindepräsident von Herdern

 

Da wir 2016 in den Werken ein sehr intensives Jahr und zusätzlich das unvorhergesehene Projekt «Im Winkel» hinter uns gebracht haben, werden wir 2017 ruhiger angehen. In der Verwaltung beginnen wir mit der Überarbeitung unserer Reglemente. Anfangs März wird zum wiederholten Mal das neue Baureglement öffentlich aufgelegt, welches eigentlich bereits per Anfang Jahr in Kraft treten sollte. Die nochmalige Überarbeitung wurde aufgrund zusätzlicher kantonaler Anforderungen nötig. Bis Ende Jahr sollte das neue Reglement seine Gültigkeit erhalten. Die Hoffnung stirbt zuletzt. In der zweiten Jahreshälfte werden die ersten Wohneinheiten in der Grossüberbauung «Terrassa» fertig, so dass bis Ende Jahr mit einem leicht höheren Einwohnerbestand zu rechnen ist. Die Anzahl Bauprojekte ist immer noch hoch. Die freien Flächen in den Bauzonen werden sichtbar weniger und die Neubautätigkeit wird sich künftig reduzieren.

Was sollte man über Herdern noch besser wissen?
Herdern ist ein wunderbares Naherholungsgebiet mit gut ausgebauten Strassen- und Wanderwegen. Die einmalige Lage mit freiem Blick auf die gesamte Alpenkette von Ost bis West sowie die kultur- und naturhistorischen Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt die kulinarischen Genüsse laden geradezu ein, die Seele bei uns baumeln zu lassen. Hierbei wünschen wir uns auch von unseren Besuchern, dass sie ihr persönlich Hab und Gut ordnungsgemäss wieder mitnehmen oder an den dafür vorgesehenen Stellen entsorgen, damit unsere Plätze auch für die Nächsten im besten Lichte stehen.

Welche Veranstaltungen sind ge-plant?
In diesem Jahr ist nichts Spezielles geplant – doch im nächsten Jahr feiern wir 20 Jahre Politische Gemeinde Herdern. Ende April können die heimischen Weine am Tag der offenen Weinkeller probiert werden. Diese guten Tropfen sind sehr zu empfehlen. Im Herbst finden wiederum das Pouletschiessen des Schützenvereins und der Herderner Lauf statt, welche auch über die Gemeindegrenzen hinweg positiv ausstrahlen. Über deren Durchführung in unserer Gemeinde freuen wir uns.

Welche Wünsche sind offen?
Bei meinem Team von Gemeindeverwaltung und Gemeindebehörde bedanke ich mich für die Mitarbeit. Ohne diese würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren und ich wünsche mir, dass die personelle Zusammensetzung noch lange so anhalten möge. Von unseren Einwohnern wünsche ich mir, dass die wachsamen Augen offen bleiben und uns Rückmeldungen zeitnah erreichen, so dass wir reagieren können und ich danke für das Verständnis wenn’s mal länger dauert. Von den Behörden auf kantonaler Ebene wünsche ich mir, dass wir uns als Dienstleister füreinander und gegen Aussen verstehen und die Gemeinden wieder als gleichwertige Partner behandelt werden. Von unseren näheren und weiteren Nachbarn wünsche ich mir, dass der rege, offene und unkomplizierte Austausch auch zukünftig anhält.


Herzlichen Dank für das Interview
(mo)